24 May 2026, 22:12

Neues Solargipfel-Gesetz zwingt PV-Betreiber zum Umdenken bei Stromverkauf

Sonnen erachtet intelligente Steuerung als entscheidend für die Rentabilität von privaten Photovoltaik-Speicher-Kombinationen

Neues Solargipfel-Gesetz zwingt PV-Betreiber zum Umdenken bei Stromverkauf

Deutschlands neues Solargipfel-Gesetz ändert die Spielregeln für Solarstrom-Erzeuger

Das neue Solargipfel-Gesetz hat die Art und Weise verändert, wie Haushalte mit Solaranlagen Geld mit überschüssigem Strom verdienen. Fällt der Großhandelspreis für Strom ins Negative, entfällt die Einspeisevergütung für neu installierte Photovoltaik(PV)-Anlagen. Diese Änderung zwingt Hausbesitzer dazu, ihr Energiemanagement intelligenter zu gestalten, um finanzielle Verluste zu vermeiden.

Ohne Gegenmaßnahmen könnten einige Haushalte mehr als 40 Prozent ihrer jährlichen Einnahmen einbüßen – das entspricht etwa 250 Euro pro Haushalt.

Das Problem verschärfte sich zu Beginn des Jahres 2025: Allein in den ersten sechs Monaten gab es fast 390 Stunden mit negativen Strompreisen. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte das Jahr insgesamt rund 780 Stunden mit solchen Bedingungen verzeichnen. Zum Vergleich: 2023 lag die Dauer negativer Preise bei etwa 460 Stunden, was bei einem typischen Haushalt mit einer 10-Kilowatt-PV-Anlage und Batteriespeicher zu einem Rückgang der Einspeiseeinnahmen um 25 Prozent führte.

Nach den neuen Regelungen geht die entgangene Vergütung während der Negativpreis-Phasen nicht vollständig verloren. Stattdessen wird die ausgefallene Zeit an das Ende der 20-jährigen EEG-Förderlaufzeit angehängt – allerdings nur, wenn intelligente Stromzähler (Smart Meter) installiert sind. Diese Geräte ermöglichen es Haushalten, überschüssigen Solarstrom etwa für das Laden von Elektrofahrzeugen umzuleiten oder innerhalb eines virtuellen Kraftwerks auf Marktsignale zu reagieren.

Branchenverbände wie der ZVEH fordern klarere Vorgaben, wann PV-Anlagen ihre Leistung drosseln müssen. Gleichzeitig warnt der Energiespeicher-Hersteller Sonnen, dass Investoren in neue Solar- und Speichersysteme nun stärker auf intelligente Steuerungen setzen müssen. Ohne diese drohen sinkende Renditen und längere Amortisationszeiten.

Um die finanziellen Einbußen abzufedern, empfehlen Experten, überschüssige Energie während der Negativpreis-Phasen zu speichern oder gezielt in Märkten wie dem Intraday-Handel zu verkaufen. Eine weitere Option ist die Bereitstellung von Strom für die Netzstabilisierung, um verlorene Einnahmen auszugleichen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Solargipfel-Gesetz zwingt Betreiber kleiner PV-Anlagen dazu, ihr Systemmanagement neu zu denken. Intelligente Zähler und flexibler Energieeinsatz werden zunehmend unverzichtbar, um die Erträge zu sichern. Ohne solche Maßnahmen könnte der Einnahmerückgang langfristig die Attraktivität neuer Solarinvestitionen deutlich mindern.

Quelle