Nürnberger Ehepaar wegen Lohnbetrugs und Sozialversicherungsbetrugs verurteilt
Dörthe KrauseNürnberger Ehepaar wegen Lohnbetrugs und Sozialversicherungsbetrugs verurteilt
Ein Nürnberger Gericht hat ein Ehepaar zu einer Geldstrafe von insgesamt 109.000 Euro verurteilt, weil sie wiederholt Löhne vorenthalten und Sozialabgaben umgangen haben. Die Strafen folgen nach einer langjährigen Untersuchung ihrer Geschäftspraktiken über einen Zeitraum von fast drei Jahren. Beide Urteile sind nun rechtskräftig.
Das Paar betrieb ein Unternehmen im Pflegebereich, unterzahlte jedoch systematisch Mitarbeiter und meldete diese nicht bei der Sozialversicherung an. In 53 nachgewiesenen Fällen reichten sie zudem falsche Lohnabrechnungen bei den Behörden ein. Auch nach der Gründung eines neuen Unternehmens in derselben Branche setzten sie ihre Versuche fort, finanziellen Verpflichtungen zu entgehen.
Die Ehefrau erhielt die höhere Strafe: 600 Tagessätze zu je 165 Euro, was insgesamt 99.000 Euro ergibt. Ihr Mann wurde zu 400 Tagessätzen à 25 Euro verurteilt, insgesamt 10.000 Euro. Die Ermittler stellten fest, dass das Paar das neue Unternehmen nutzte, um das gleiche Muster von Lohnvorenthaltung und Pflichtverstößen fortzusetzen.
Mit dem Urteil ist das Verfahren abgeschlossen, eine weitere Berufung ist nicht mehr möglich. Betroffene Mitarbeiter können nun Ansprüche auf ausstehende Löhne geltend machen. Die Behörden bestätigten, dass die Strafen in voller Höhe zu zahlen sind.






