07 April 2026, 08:13

Nürnbergs skurriles "Festival des Falschparkens" bricht alle Regeln – und lockt Europa an

Plakat für eine internationale Automesse in Berlin mit einer Cartoon-Abbildung eines Fahrers in einem Auto mit Text.

Nürnbergs skurriles "Festival des Falschparkens" bricht alle Regeln – und lockt Europa an

Nürnbergs jährliches "Festival des Falschparkens" lockt wieder Besucher aus ganz Europa an

Das Event, das während der Herbstvolksfest-Saison stattfindet, verwandelt die Stadt in einen einzigartigen Ort, an dem Parkregeln vorübergehend außer Kraft gesetzt werden. In diesem Jahr bestätigten die Behörden, dass selbst lange nach Ende des Festivals keine Knöllchen ausgestellt wurden.

Was als ungewöhnliche Idee begann – eine ausgewiesene Fußgängerzone am Stadtrand, in der falsches Parken nicht nur geduldet, sondern sogar erwünscht ist –, hat sich im Laufe der Jahre ausgeweitet. Mittlerweile füllen Autos Fußgängerüberwege, Einkaufspassagen und sogar Dachterrassen von Bars. Radfahrer wurden für die Dauer des Spektakels aus dem Innenstadtverkehr umgeleitet, um Platz für das chaotische Parkvergnügen zu schaffen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bürgermeister König betonte wiederholt, dass keine Strafen verhängt würden, und unterstrich damit den sorglosen Charakter des Festivals. Gleichzeitig entwickelte sich die Veranstaltung zu einem lukrativen Wirtschaftsfaktor für Nürnberg: Die sonst zuverlässigen Einnahmen aus Parkknöllchen blieben während des Festivals aus – und das ohne negative Folgen.

Bei der diesjährigen Eröffnungsfeier war mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sogar prominenter Besuch anwesend. Öffentlich dankte er den Sponsoren BMW, Red Bull und der HUK-Versicherung für ihre Unterstützung. Derweil hat der Erfolg des Festivals auch andere Städte auf den Plan gerufen: Mannheim, St. Ingbert und Erfurt prüfen nun ähnliche "Spaßpark"-Konzepten, um Nürnbergs Modell zu kopieren.

König bezeichnete das Festival als ein "Aushängeschild", das die innovative und kulturelle Ausstrahlung der Stadt unter Beweis stelle. Zehntausende Besucher pilgern Jahr für Jahr nach Nürnberg, angelockt von der seltenen Gelegenheit, ohne Konsequenzen einfach drauflosparken zu dürfen.

Mittlerweile hat sich das "Festival des Falschparkens" als skurril-lukrative Tradition in Nürnberg etabliert. Ohne Bußgeldeinnahmen, aber mit wachsendem Interesse benachbarter Städte schreibt die Veranstaltung die Regeln des städtischen Parkens neu. Die Organisatoren und Sponsoren bereiten bereits die nächste Auflage vor – und erwarten noch größere Besucherzahlen.

Quelle