17 March 2026, 10:13

Oberasbachs Zukunft: Zwei Politiker mit gegensätzlichen Visionen für Finanzen und Mobilität

Eine belebte Stadtstraße mit Fahrzeugen, Fußgängern, Strommasten, Gebäuden einschließlich der Citystate Sparkasse in Cebu City unter einem bewölkten Himmel.

Oberasbachs Zukunft: Zwei Politiker mit gegensätzlichen Visionen für Finanzen und Mobilität

Oberasbachs Finanzlage hat sich in den letzten fünf Jahren verbessert – dank stabiler Einnahmen aus Gewerbesteuern und Landesmitteln. Trotz hoher Ausgaben für Straßen, Schulen und Kinderbetreuung schloss die Stadt 2025 mit einem Überschuss von rund 1,2 Millionen Euro ab. Nun haben zwei lokale Politiker, Marco Haas (CSU) und Thomas Diebenbusch (Grüne/Freie Wähler), ihre Pläne für die Zukunft der Stadt vorgestellt – zu Finanzen, Mobilität und Gemeinschaftsentwicklung in einem transparenten Vergleich.

In den vergangenen fünf Jahren konnte Oberasbach seinen Haushalt ausgleichen, vor allem durch steigende Gewerbesteuereinnahmen – insbesondere aus den Gewerbegebieten – und erhöhte Landeszuschüsse. Dennoch blieben die Kosten für Infrastrukturprojekte und soziale Leistungen wie den Ausbau der Kinderbetreuung hoch. Der Haushalt 2025 wurde mit einem bescheidenen Plus von etwa 1,2 Millionen Euro abgeschlossen.

Marco Haas (CSU) setzt auf strukturelle Reformen, um die Finanzlage der Stadt langfristig zu stabilisieren. Sein Programm umfasst ein strategisches Investitionsmanagement, die Nutzung städtischer Flächen für Bauprojekte sowie die Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden. Zudem plant er eine digitale Einkaufsplattform für lokale Unternehmen und will das Bauhofgelände des Landkreises für neue gewerbliche Nutzungen umwidmen.

Haas legt besonderen Wert auf sichere und nachhaltige Mobilität: Er unterstützt die Verlängerung der Nürnberger U-Bahn bis Fürth Süd und prüft den Einsatz von Mini-Kreisverkehren. Seine Vision für Oberasbach ist eine Stadt, in der alle Generationen gut leben können – mit ausgebauter Ganztagesbetreuung, moderner Infrastruktur und Förderung lokaler Vereine.

Thomas Diebenbusch (Grüne/Freie Wähler) konzentriert sich auf die Umsetzung des städtischen Konsolidierungsplans, um die Finanzgrundlage zu sichern. Er schlägt vor, ausgewählte Grundstücke über die WBG-Wohnungsbaugenossenschaft zu entwickeln, professionelles Projektmanagement einzuführen und Ressourcen mit anderen Kommunen zu teilen. Für die lokale Wirtschaft plant er branchenspezifische Gesprächsrunden, um die Herausforderungen im Gewerbegebiet am Bauhof zu bewältigen, und fördert betriebsfreundliche Unternehmen in der Altstadt.

Diebenbusch betont zudem die Verkehrssicherheit, besonders für Kinder, und befürwortet das regionale Radschnellwege-Projekt, das auf Landesförderung angewiesen wäre. Weitere Schwerpunkte sind die Sanierung von Schulgebäuden, der Ausbau der Ganztagsbildung und ein langfristiger Fahrplan, um den aktuellen Fachkräftemangel im Schulbereich zu bekämpfen.

Beide Kandidaten wurden mit identischen Fragen konfrontiert, um einen fairen und direkten Vergleich ihrer Konzepte für Oberasbachs Entwicklung zu ermöglichen.

Die beiden Bewerber präsentieren unterschiedliche Strategien für die Zukunft der Stadt – von finanzieller Stabilität über Verkehr bis hin zu Bildung. Während Haas auf Wirtschaftswachstum, digitale Innovation und generationenübergreifendes Zusammenleben setzt, legt Diebenbusch den Fokus auf Haushaltsdisziplin, Schulmodernisierung und sichere Verkehrslösungen. Der aktuelle Haushaltsüberschuss bietet eine solide Basis, doch die kommenden Entscheidungen zu Ausgaben und Entwicklungsprojekten werden das nächste Kapitel Oberasbachs prägen.

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