Playboy-Verlag verklagt Meta wegen willkürlicher Kontosperre und fordert Transparenz
Birgitta SchulzPlayboy-Verlag verklagt Meta wegen willkürlicher Kontosperre und fordert Transparenz
Der Medienverlag Kouneli Media, Herausgeber des Playboy-Magazins, hat rechtliche Schritte gegen Meta eingeleitet, nachdem die Social-Media-Seite des Unternehmens dauerhaft gelöscht wurde. Das Unternehmen reichte eine Beschwerde bei der deutschen Bundesnetzagentur ein und argumentiert, dass die Deaktivierung intransparent erfolgt sei und gezielt journalistische Inhalte ungerechtfertigt benachteilige.
Meta hatte die Seite wegen angeblicher Verstöße gegen seine Richtlinien zu "sexuell anspielsbehafteten Kontakten zwischen Erwachsenen" sowie zu "Nacktheit und sexueller Aktivität" gesperrt. Der Verlag bestreitet jedoch, eine klare Begründung erhalten zu haben, welche konkreten Beiträge zur Sperrung geführt hätten.
Der Konflikt begann, als Meta die Playboy-Seite ohne Vorwarnung deaktivierte. Kouneli Media, geleitet von Geschäftsführerin Myriam Karsch, versuchte seitdem wiederholt vergeblich, mit dem Unternehmen in Dialog zu treten, um Aufklärung zu erhalten. Karsch kritisiert, dass das mangelnde Transparenzniveau Fragen aufwirft, wie große Plattformen mit Medieninhalten umgehen.
Der Verlag hat die Angelegenheit nun eskaliert und beantragt über eine Münchner Kanzlei eine einstweilige Verfügung gegen Meta. Der Medienverband der freien Presse (MVFP) unterstützt die Klage und warnt, dass willkürliche Sperrungen die Pressefreiheit gefährden.
Stand März 2026 haben weder die Bundesnetzagentur noch die deutsche Regierung öffentlich auf die Beschwerde reagiert. Aus verfügbaren Quellen gehen keine Stellungnahmen oder Maßnahmen dieser Institutionen hervor.
Kouneli Media drängt weiterhin auf Antworten von Meta und verfolgt rechtliche Wege, um die Wiederherstellung der Seite zu erreichen. Der Fall verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen Verlagen und Social-Media-Plattformen bei der Inhaltsmoderation. Bis auf Weiteres bleibt das gesperrte Konto offline, und eine offizielle Lösung steht aus.






