Protest von Animal Rebellion zwingt Agrarminister-Kandidat Felßner zum Rückzug
Ben NetteProtest von Animal Rebellion zwingt Agrarminister-Kandidat Felßner zum Rückzug
Günther Felßner hat seine Kandidatur für das Amt des Bundeslandwirtschaftsministers nach einer Protestaktion auf seinem Bauernhof zurückgezogen. Aktivist:innen der Gruppe Animal Rebellion hatten am 24. März 2025 eine Demonstration gegen seine mögliche Ernennung organisiert. Die Organisation wirft Felßner vor, Klimafragen und den Artenschutz falsch darzustellen.
Zwölf Aktivist:innen versammelten sich auf Felßners Hof und hielten Schilder gegen seine Nominierung hoch. Einige kletterten auf das Dach seines Rinderstalls und entrollten ein Transparent mit der Aufschrift "Kein Tierausbeuter als Landwirtschaftsminister". Der Protest dauerte zehn Minuten, bevor die Gruppe den Ort friedlich verließ.
Felßner kündigte später seinen Rückzug an und bezeichnete die Aktion als "Angriff" auf sein Eigentum. Er begründete seine Entscheidung mit Sorgen um die Sicherheit seiner Familie. Animal Rebellion wies dies zurück und betonte, dass ihre Proteste gewaltfrei seien und sich ausschließlich gegen seine berufliche Rolle – nicht gegen sein Privatleben – richteten.
Die Gruppe setzt sich für eine Welt ein, die auf Solidarität zwischen den Arten basiert. Sie lehnt es ab, Tiere als bloße Produktionseinheiten zu behandeln, und kritisiert Felßners Haltung in Umweltfragen scharf. Sein Rückzug erfolgte nach direktem Druck durch die Aktivist:innen. Der Protest machte die Spannungen zwischen Agrarpolitik und Tierschutz deutlich. Animal Rebellion bekräftigte erneut, sich mit friedlichen, aber entschlossenen Mitteln gegen Personen zu stellen, die aus ihrer Sicht Tieren und der Umwelt schaden.






