Rhein fordert schlagkräftigere Bundeswehr und europäische Nuklear-Debatte auf Münchner Sicherheitskonferenz
Birgitta SchulzRhein fordert schlagkräftigere Bundeswehr und europäische Nuklear-Debatte auf Münchner Sicherheitskonferenz
Hessens Ministerpräsident Boris Rhein wird in dieser Woche erstmals an der Münchner Sicherheitskonferenz teilnehmen. Vor dem Treffen forderte er eine stärkere deutsche Bundeswehr und eine größere europäische Unabhängigkeit in Sicherheitsfragen. Seine Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland und seine Verbündeten über neue Sicherheitsherausforderungen nach Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine nachdenken.
Rhein drängt darauf, die Bundeswehr schlagkräftiger aufzustellen, und betont, dass eine starke Armee für Frieden und Stabilität in Europa unverzichtbar sei. Angesichts der veränderten Sicherheitslage in Europa habe Abschreckung wieder oberste Priorität, so der Ministerpräsident.
Darüber hinaus schlug Rhein eine "Deutschland-Garantie" vor, die Sicherheitspolitik mit wirtschaftlichem Wachstum verknüpft. Dem Plan zufolge sollen Rüstungsaufträge die Wirtschaft ankurbeln und gleichzeitig langfristige Investitionssicherheit gewährleisten. Rhein stellte Sicherheit als zentralen Faktor für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit dar.
Jenseits konventioneller Streitkräfte entfachte Rhein eine Debatte über eine europäische nukleare Abschreckung. Europa dürfe sich nicht allein auf Panzer und Kampfflugzeuge verlassen, forderte er. Seine Aussagen decken sich mit laufenden vertraulichen Gesprächen Deutschlands mit Partnern über ein gemeinsames nukleares Schutzschild. Experten warnen, Europa könne sich angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine nicht länger ausschließlich auf die USA als nukleare Schutzmacht verlassen.
Auf der Konferenz wird Rhein gemeinsam mit Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom an einer Podiumsdiskussion über transatlantische Zusammenarbeit teilnehmen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie starke Regionen eine zersplitterte Welt mitgestalten können. Zudem sind bilaterale Gespräche geplant, in denen es um die neue Weltordnung, geopolitische Bedrohungen und Europas strategische Antworten gehen soll.
Rhein bezeichnete die aktuelle Phase als entscheidenden Moment für Europa: Entweder sichere man die eigene Zukunft – oder riskiere, dass andere über sie bestimmen.
Auf der Münchner Sicherheitskonferenz wird Rhein für ein Europa werben, das in Sicherheitsfragen eigenständiger handelt. Seine Vorschläge umfassen den Ausbau der Streitkräfte, die Verknüpfung von Sicherheit und Wirtschaft sowie eine mögliche nukleare Abschreckung. Die Debatten spiegeln die Bemühungen wider, sich an eine sich rasant wandelnde geopolitische Landschaft anzupassen.
Rhein best├Ątigt Teilnahme an Panel der Münchner Sicherheitskonferenz ├╝ber transatlantische Zusammenarbeit
Ministerpr├Ąsident Boris Rhein nahm am Panel 'Spotlight on Transatlantic Cooperation from the Bottom Up' an der Münchner Sicherheitskonferenz am 23. Februar 2026 teil, wie geplant. In seiner Rede best├Ątigte er den transatlantischen Dialog mit dem Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, und betonte, wie starke Regionen eine fragmentierte Weltordnung gestalten k├Ânnen. Die Sitzung war ein wichtiger Punkt auf der Agenda der Konferenz und unterstrich Rheins Appelle vor der Konferenz f├╝r europ├Ąische Sicherheitsunabh├Ąngigkeit.