09 June 2026, 08:11

Russischer Öltanker Eventin treibt manövrierunfähig in der Ostsee – Rettung vor Rügen

Sicherheitsmaßnahmen für russisches Öl-Tankschiff in der Ostsee verschärft

Russischer Öltanker Eventin treibt manövrierunfähig in der Ostsee – Rettung vor Rügen

Ein russischer Öltanker mit etwa 100.000 Tonnen Rohöl an Bord geriet nach einem technischen Defekt in der Ostsee außer Kontrolle. Deutsche Zollbehörden griffen ein und schleppten das Schiff zu einem sicheren Ankerplatz in der Nähe von Rügen. Die Eventin, so der Name des Tankers, gehört zur sogenannten russischen „Schattenflotte“, die bereits strengen EU-Sanktionen unterliegt.

Der Vorfall ereignete sich, als die Eventin von Ust-Luga in Russland nach Port Said in Ägypten unterwegs war. Während der Fahrt wurde das Schiff manövrierunfähig, woraufhin die deutschen Behörden eingriffen. Um Umweltgefahren zu vermeiden, wählten sie den Ankerplatz Nordperd – einen sicheren Ort, um mögliche Ölverschmutzungen einzudämmen.

Die Zollbeamten charterten spezielle Schleppboote, um das treibende Schiff zu sichern. Die Aktion zeigte die Schwierigkeiten auf, die mit der Überwachung von Schiffen im Zusammenhang mit sanktionierten Staaten verbunden sind. Im April bestätigte das Bundesfinanzministerium die Beschlagnahmung des Tankers und unterstrich damit die Bemühungen, die Einhaltung maritimer Vorschriften durchzusetzen.

Die Behörden betonten die Bedeutung der Schifffahrtssicherheit und des Umweltschutzes. Die Eventin bleibt vorerst vor Anker, während weitere Untersuchungen laufen.

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Die Bergung der Eventin verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Kontrolle sanktionierter Schiffe. Mit dem nun gesicherten Tanker vor Rügen beobachten die deutschen Behörden weiterhin dessen Zustand. Der Fall macht die Risiken deutlich, die von unregulierten Schiffen mit großen Ölmengen ausgehen.

Quelle