22 March 2026, 20:23

SKF revolutioniert Solarnutzung mit ultraleichten Modulen auf schwachen Fabrikdächern

Solarpanels auf dem Dach eines Gebäudes mit Bäumen, Pflanzen und Pfählen drumherum, vor einem Bergpanorama unter einem sichtbaren Himmel.

SKF revolutioniert Solarnutzung mit ultraleichten Modulen auf schwachen Fabrikdächern

Der schwedische Industriekonzern SKF hat an seinem Standort in Schweinfurt ein Pilotprojekt erfolgreich abgeschlossen. Das Unternehmen installierte 670 leichte Solarmodule auf einem Fabrikdach, die 274 Kilowatt saubere Energie erzeugen. Dieser innovative Ansatz könnte bald auf weitere SKF-Standorte weltweit ausgeweitet werden.

SKF, bekannt für die Herstellung von Wälzlagern, Dichtungen und Großkomponenten für Windkraftanlagen, stand vor einer Herausforderung am Hauptsitz in Schweinfurt: Viele Fabrikdächer waren für herkömmliche Solarpaneele nicht stabil genug. Die Lösung boten leichte Module des Herstellers Sunoyster Systems, die pro Quadratmeter nur vier Kilogramm wiegen.

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Die Module verfügen über eine vordere Schicht aus Einscheibensicherheitsglas, die für Steifigkeit sorgt und ein Durchhängen auf flachen Flächen verhindert. Die Glasoberfläche ist zudem schmutzabweisend, was den Wartungsaufwand verringert. Statt schwerer Montagesysteme werden die Paneele direkt mit einem flexiblen Klebstoff auf dem Dach befestigt. Dieser Kleber hält mit einer Kraft von 30 Kilogramm pro Quadratzentimeter – jedes Modul wird damit mit einer Haltekraft von zehn Tonnen fixiert.

Vor drei Jahren investierte SKF Schweinfurt 4,3 Millionen Euro in konventionelle Photovoltaik-Dachanlagen. Der Erfolg des aktuellen Pilotprojekts mit Leichtbau-Modulen könnte nun den Weg für eine breitere Einführung ebnen. Mit rund 17.000 Vertriebsstandorten in 130 Ländern sieht das Unternehmen Potenzial für ähnliche Systeme auf Dächern und Fassaden anderer Werke.

Das Schweinfurter Projekt zeigt, wie leichte Solartechnik strukturelle Grenzen überwinden kann. Die Erfahrungen von SKF mit diesen Modulen könnten die Grundlage für eine weltweit größere Verbreitung in den eigenen Betrieben schaffen. Bei einer Ausweitung des Systems ließe sich die Kapazität für erneuerbare Energien im Unternehmen deutlich steigern.

Quelle