10 June 2026, 22:16

SPD-Spitzenkandidat Krach will Superreiche mit "Zukunftsabgabe" zur Kasse bitten

Krach schlägt 'Zukunftssolidaritätssteuer' vor

SPD-Spitzenkandidat Krach will Superreiche mit "Zukunftsabgabe" zur Kasse bitten

Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD in Berlin, hat einen neuen Steuervorschlag vorgelegt. Er fordert eine fünfprozentige „Zukunfts-Solidaritätsabgabe“ für Spitzenverdiener, um soziale Reformen zu finanzieren und die finanzielle Belastung benachteiligter Gruppen zu verringern.

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Die Abgabe soll für Einzelpersonen mit einem Einkommen von über 300.000 Euro sowie für verheiratete Paare mit einem gemeinsamen Einkommen von mehr als 500.000 Euro gelten. Sie wäre bis 2030 befristet, wobei sämtliche Einnahmen zweckgebunden für Bildung und Familienförderung verwendet werden sollen.

Krach begründet den Vorstoß mit der wachsenden Ungleichheit und der zunehmenden Zahl von Superreichen in Deutschland. Gleichzeitig kritisierte er geplante Sparmaßnahmen, die seiner Meinung nach Alleinerziehende, Rentner, pflegende Angehörige, Auszubildende und Studierende überproportional belasten. Die SPD müsse handeln, um diese Gruppen zu schützen und die Stärke der sozialen Demokratie unter Beweis zu stellen, so Krach.

Er räumte ein, dass die Partei derzeit Schwierigkeiten habe, die Wähler von ihrer Bedeutung zu überzeugen – ein Problem, das sich in schlechten Wahlergebnissen und Umfragedaten widerspiegle. Der Vorschlag ziele darauf ab, Spielraum für Steuerentlastungen zu schaffen und gleichzeitig die öffentliche Unterstützung für anstehende Sozialreformen zu stärken.

Die geplante Abgabe würde gezielt Bildung und Familienleistungen fördern sowie finanziellen Schutz für einige der verwundbarsten Mitglieder der Gesellschaft bieten. Bisher hat die SPD noch nicht auf Krachs Aufruf zum Handeln reagiert.

Quelle