Stichwahl in Geretsried: Müller vs. Kohlert – wer wird neuer Bürgermeister?
Elwira SpeerStichwahl in Geretsried: Müller vs. Kohlert – wer wird neuer Bürgermeister?
Geretsrieds Bürgermeisterwahl geht in die Stichwahl am 22. März 2023
Die beiden verbleibenden Kandidaten, Michael Müller von der CSU und Patrik Kohlert von der Geretsrieder Liste, treten erneut an, nachdem keiner von ihnen im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichte.
Die Grünen haben sich bereits hinter Müller gestellt und verweisen auf gemeinsame Prioritäten in den Bereichen Mobilität und Energiewende. Ihre Entscheidung sorgt für Diskussionen: Kohlert stellt den Schritt infrage, während sich andere Parteien neutral verhalten.
Im ersten Wahlgang führte Müller mit 43,1 Prozent der Stimmen, gefolgt von Kohlert mit 24,6 Prozent. Da keiner der Bewerber die notwendige Mehrheit erreichte, wurde eine Stichwahl nötig.
Die Grünen begründeten ihre Unterstützung für Müller mit inhaltlichen Überschneidungen, insbesondere bei nachhaltigem Verkehr und erneuerbaren Energien. Zwar arbeitete die Partei in der Vergangenheit mit der Geretsrieder Liste zusammen, doch diesmal sehen sie in Müller den stärkeren Verbündeten für ihre Ziele.
Kohlert bezeichnete die Entscheidung der Grünen als "rätselhaft". Er betont, sein Programm gehe besser auf Klimafragen ein, und warnt, dass weitere Versiegelung von Freiflächen Geretsrieds Widerstandsfähigkeit gegenüber Extremwetter schwächen werde. Sein Wahlkampf konzentriert sich auf den Erhalt von Grünflächen und die Begrenzung der Zersiedelung.
Andere Parteien, darunter SPD, AfD und Freie Wähler, verzichten auf Empfehlungen. Sie bestehen darauf, dass die endgültige Entscheidung bei den Wählerinnen und Wählern liege. Auch der unabhängige Kandidat Max Wiens will keinen der beiden Bewerber unterstützen und bleibt neutral.
Da mit keinen weiteren Unterstützungsbekundungen zu rechnen ist, wird die Stichwahl von den Prioritäten der Bürger abhängen. Beide Kandidaten haben unterschiedliche Visionen für die Zukunft Geretsrieds vorgelegt – von Infrastruktur bis Umweltschutz.
Die Wahl am 22. März entscheidet, wer die Gemeinde in den kommenden Jahren führen wird. Die Wähler müssen abwägen zwischen Müllers Erfahrung und der Unterstützung der Grünen auf der einen Seite und Kohlerts Fokus auf Klima- und Stadtplanung auf der anderen.
Das Ergebnis wird die lokale Politik in den Bereichen Entwicklung, Nachhaltigkeit und öffentliche Dienstleistungen prägen. Keiner der Kandidaten hat einen klaren Vorteil – die Entscheidung liegt ganz bei den Bürgerinnen und Bürgern.






