17 March 2026, 10:13

Stichwahl in Wilhermsdorf: Zwei Frauen kämpfen um die Zukunft der Gemeinde

Metallschild an der Seite eines Gebäudes mit schwarzem Hintergrund und weißer fettgedruckter Schrift, die "Gemeindegrenze Edm Smithwick Bürgermeister" lautet.

Stichwahl in Wilhermsdorf: Zwei Frauen kämpfen um die Zukunft der Gemeinde

Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Wilhermsdorf am 22. März 2026: Zwei Kandidaten mit unterschiedlichen Visionen für die Zukunft der Gemeinde

Die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Wilhermsdorf am 22. März 2026 wird zwischen zwei Kandidatinnen entschieden, die unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft der Stadt haben. Patrizia Fierus von der CSU und Alexandra Zipfel von der Freien Wählergemeinschaft haben jeweils Pläne vorgelegt, wie sie die Gemeinde in den kommenden Jahren gestalten wollen. Ihre Konzepte umfassen die Finanzstrategie, die Stadtentwicklung, den Ausbau der Kinderbetreuung sowie zentrale Infrastrukturprojekte.

Erste Erfolge zeigen bereits die jüngsten Bemühungen zur Belebung der Innenstadt: Die Zahl der leerstehenden Ladenlokale sank seit 2021 von 12 auf 7. Initiativen wie die 2023 gestartete Ortskern-Offensive – gefördert durch Zuschüsse für Fassadensanierungen und Anreize für Neugeschäfte – haben zwischen 2024 und 2025 drei neue Unternehmen in die Stadt gezogen.

Beide Kandidatinnen nahmen zu vier zentralen Fragen der Wilhermsdorfer Entwicklung Stellung. Patrizia Fierus setzt auf eine strukturierte Haushaltspolitik mit Fokus auf langfristige Planung, Fördermöglichkeiten und Kooperationen mit Nachbargemeinden. Zu ihren Schwerpunkten zählen der Neubau einer Grundschule, das Wohn- und Gewerbegebiet West sowie die Fertigstellung des Bürgerzentrums. Für die Innenstadt schlägt sie ein Verkehrskonzept, die Einbindung lokaler Unternehmen und die Fortführung der bestehenden Sanierungsprogramme für Eigentümer vor.

Zudem will Fierus die Ganztagsbetreuung ausbauen – durch die Nutzung der bereits bestehenden offenen Ganztagsschule, zusätzliche Kapazitäten in der neuen Grundschule und abgestimmte Lösungen in Zusammenarbeit mit umliegenden Kommunen.

Alexandra Zipfel hingegen setzt auf gezielte Investitionen, Kosten-Nutzen-Analysen und Digitalisierung, kombiniert mit interkommunaler Zusammenarbeit. Ihr Stadtentwicklungskonzept für die Innenstadt sieht ein einladendes Design, die Kooperation mit Unternehmen, Fahrradstellplätze, Ruhezonen und Anreize für die Nachnutzung leerstehender Gebäude vor. Besonders wichtig ist ihr dabei eine aktive Öffentlichkeitsarbeit, um die Bürgerbeteiligung zu stärken.

Zipfels große Projekte überschneiden sich teilweise mit denen von Fierus – etwa der Grundschulneubau, die Fertigstellung des Bürgerzentrums und die Innenstadtbelebung –, ergänzen diese aber um eine Zukunftsplanung für das Hallenbad und eine stärkere Unterstützung lokaler Vereine. Im Bereich Kinderbetreuung plant sie, den Neubau der Grundschule abzuschließen, maximale Fördermittel zu sichern und ein Raumkonzept für die weiterführende Schule zu entwickeln.

In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Wilhermsdorfer Innenstadt schrittweise verbessert – nicht zuletzt dank kommunaler Maßnahmen wie der Ortskern-Offensive. Durch Kreiszuschüsse und Mietanreize sank die Leerstandsquote, und zwischen 2024 und 2025 eröffneten drei neue Betriebe. Die anstehende Wahl wird nun entscheiden, welche der beiden Visionen die nächste Entwicklungsphase prägt.

Die Stichwahl am 22. März 2026 weist den Weg für Wilhermsdorfs Infrastruktur, Kinderbetreuung und Wirtschaftswachstum. Sowohl Fierus als auch Zipfel setzen auf neue Schulen, die Modernisierung des Bürgerzentrums und die Aufwertung der Innenstadt, unterscheiden sich jedoch in ihrer finanziellen und kooperativen Herangehensweise. Die Gewählte übernimmt eine Gemeinde, die bereits Fortschritte durch die jüngsten Belebungsmaßnahmen verzeichnet – weitere Veränderungen werden vom Wahlergebnis abhängen.

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