Südzucker hält trotz Rückgang am Rübenanbau in Süddeutschland fest
Birgitta SchulzSüdzucker hält trotz Rückgang am Rübenanbau in Süddeutschland fest
Südzucker bekräftigt Engagement im Rübenanbau in Süddeutschland – trotz Marktherausforderungen
Trotz schwieriger Marktbedingungen hält die Südzucker AG an ihrem Bekenntnis zum Zuckerrübenanbau in Süddeutschland fest. Das Unternehmen betrachtet die Kultur weiterhin als zentralen Bestandteil seiner langfristigen Strategie und hat keine Pläne, Verarbeitungsstandorte in der Region zu schließen. Dennoch sind die Anbauflächen in den vergangenen Jahren zurückgegangen – insbesondere in Baden-Württemberg und Bayern.
Seit 2020 verzeichnet der Rübenanbau in Süddeutschland einen kontinuierlichen Rückgang. Die Reduzierung folgt Initiativen von Südzucker zur Anpassung der Produktionsmengen, wobei die genauen Zahlen je nach Region und Jahr variieren. Die Landwirte entscheiden individuell über den Umfang der Rückführung und arbeiten dabei direkt mit dem Unternehmen im Rahmen neuer Anbauverträge zusammen. Diese sehen nun Mindestpreise vor, um die Einkommen der Erzeuger zu stabilisieren.
Die globalen Zuckerbestände bleiben hoch, was die Preise niedrig hält und die Landwirte unter Druck setzt. Um die Anbauer zu unterstützen, hat Südzucker ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Pflanzengesundheit entwickelt. Dazu gehören optimierte Fruchtfolgen, Schädlingsbekämpfung und Überwachungssysteme, um Schäden durch Zikaden und Infektionen zu reduzieren. Zudem achten die Landwirte vermehrt auf Mikronährstoffe und die allgemeine Bodengesundheit, um die Widerstandsfähigkeit der Rüben zu stärken.
Dr. Stefan Streng, bei Südzucker für den Rübenanbau verantwortlich, balanciert die Interessen von Aktionären und Erzeugern aus. Sein Ansatz sorgt für faire Vertragsbedingungen, während gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit des Rübenanbaus gesichert wird. Notfallzulassungen für Pflanzenschutzmittel bleiben dabei essenziell. Zudem investiert das Unternehmen gemeinsam mit den Landwirten in Forschung, um aktuelle Herausforderungen zu bewältigen.
Das diversifizierte Geschäftsmodell von Südzucker mildert die Auswirkungen von Schwankungen auf dem Zuckermarkt ab. Zwar macht Zucker mit rund 40 Prozent noch immer einen erheblichen Teil des Umsatzes aus, die übrigen 60 Prozent stammen jedoch aus anderen Sparten. Diese breite Aufstellung sorgt für Stabilität und sichert die Zukunft des Rübenanbaus in der Region.
Südzuckers Strategie sieht vor, die Zuckerrübe auch künftig als Kernbestandteil des Unternehmens zu erhalten – trotz schrumpfender Anbauflächen. Durch faire Verträge, gezieltes Krankheitsmanagement und Diversifizierung will das Unternehmen die Zukunft der Kultur sichern. Vorerst bleiben die Verarbeitungsstandorte in Süddeutschland in Betrieb, und die Landwirte arbeiten mit angepassten Produktionsmengen weiter.






