Tempo-30-Zone in Fürth: Warum die Stadt die Forderungen der Anwohner ablehnt
Elwira SpeerTempo-30-Zone in Fürth: Warum die Stadt die Forderungen der Anwohner ablehnt
Anwohner entlang der Nürnberger Straße und der Maistraße haben im Oktober 2025 mit einer Petition für eine Verlangsamung des Verkehrs gekämpft. Sie fordern die Einführung einer Tempo-30-Zone auf der Nürnberger Straße. Stadtvertreter äußerten jedoch Bedenken hinsichtlich der Umsetzbarkeit und der Kosten eines solchen Schrittes.
Die Petition verlangte eine ganztägige Tempo-30-Regelung, doch die Fürther Verwaltung lehnte dies umgehend ab. Rechtliche Vorgaben machen ein rund um die Uhr geltendes Tempolimit unmöglich – theoretisch bliebe nur eine nächtliche Reduzierung zwischen 20 und 6 Uhr als Option.
Doch auch ein nächtliches Tempolimit wäre nicht ohne Probleme. Die Stadt warnt vor möglichen Staus, Verzögerungen im Öffentlichen Nahverkehr und der Missachtung der neuen Regeln durch Autofahrer. Zudem würde die Umprogrammierung der Ampeln, um die "grüne Welle" an die geringere Geschwindigkeit anzupassen, etwa 55.000 Euro kosten. Weitere Prüfungen wurden als wenig sinnvoll abgetan, da der Nutzen für die Lärmminderung ungewiss ist und die Ressourcen belastet würden.
Statt Tempolimits schlägt der Lärmaktionsplan der Stadt andere Maßnahmen vor, darunter Schallschutzfenster für betroffene Gebäude und die Verlegung von lärmarmem Asphalt auf der Nürnberger Straße. Der Verkehrsausschuss wird am 16. März 2026 über das Thema abstimmen.
Der Vorschlag für eine Tempo-30-Zone stößt bei der Verwaltung auf starke Ablehnung wegen rechtlicher und praktischer Hürden. Bei einer Zustimmung wären Anpassungen der Ampelschaltungen, Bürgerbeteiligung und Nachbewertungen nötig. Das Ergebnis der März-Abstimmung wird entscheiden, ob stattdessen alternative Lärmminderungsmaßnahmen verfolgt werden.