27 June 2026, 12:09

Thüga warnt vor EU-Plänen: Kommunale Versorger drohen Wettbewerbsnachteile

Vorsitzender der Thüga-Vorstands, Alsheimer: "Freisetzen der europäischen Energieindustrie" - Sauberes industrielles Abkommen darf kommunale Versorger nicht benachteiligen

Thüga warnt vor EU-Plänen: Kommunale Versorger drohen Wettbewerbsnachteile

Thüga-Gruppe warnt vor Nachteilen für kommunale Versorger durch neue EU-Pläne

Die Thüga Gruppe, ein führender Akteur in den deutschen Energie- und Wassermärkten, hat Bedenken gegenüber den jüngsten EU-Vorschlägen geäußert. Das Unternehmen fürchtet mögliche Wettbewerbsnachteile für kommunale Anbieter durch geplante Beihilferegeln und Finanzvorschriften. Gleichzeitig unterstützt Thüga bestimmte Ausnahmeregelungen, die Bürokratieabbau für kleinere Energieunternehmen zum Ziel haben.

Die Thüga Aktiengesellschaft steht an der Spitze des größten Netzwerks kommunaler Energie- und Wasserversorger in Deutschland. Die Gruppe beschäftigt rund 23.000 Mitarbeiter:innen und betreibt Anlagen für erneuerbare Energien mit einer Gesamtleistung von knapp fünf Gigawatt. 2023 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von über 53 Milliarden Euro und zählt damit zu den drei größten Energiedienstleistern des Landes.

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Mit dem „Clean Industrial Deal“ will die EU-Kommission die Wettbewerbsfähigkeit Europas stärken und den Übergang zur Klimaneutralität erleichtern. Thüga begrüßt dabei geplante Erleichterungen für kleine und mittlere Versorger im Rahmen der Taxonomie-Verordnung, des CBAM (CO₂-Grenzausgleichsmechanismus) und des Lieferkettengesetzes. Diese Maßnahmen sollen die administrative Belastung für kleinere Unternehmen verringern.

Kritisch sieht das Unternehmen jedoch die Einbeziehung des Energiesektors in die EU-Finanzmarktregeln. Thüga warnt, dass dies kommunale Anbieter mit übermäßiger Bürokratie überlasten könnte. Weitere Sorgen gelten geplanten Änderungen bei der Netzentgeltregulierung, die die Ertragsstrukturen kommunaler Versorger schwächen könnten. Das Unternehmen setzt sich weiterhin für einen wettbewerbsfähigen und bürokratiearmen Energiesektor ein – bei gleichzeitiger Modernisierung der deutschen Infrastruktur.

Die Reaktionen der Thüga Gruppe auf die Kommissionsvorschläge fallen zwiespältig aus: Während die Ausnahmen für kleinere Anbieter als Schritt in die richtige Richtung gelten, könnten neue Regelungen weiterhin Herausforderungen mit sich bringen. Der Konzern bleibt darauf fokussiert, die deutsche Energieinfrastruktur im Rahmen der sich wandelnden EU-Politik voranzubringen.

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