17 March 2026, 00:13

Tourist gibt nach 48 Jahren gestohlenen Bierkrug an Münchner Hofbräuhaus zurück

Werbung mit zwei Metall-Bierhumpen und einem Glas Bier

Tourist gibt nach 48 Jahren gestohlenen Bierkrug an Münchner Hofbräuhaus zurück

Ein Tourist hat einen Bierkrug zurückgegeben, den er vor fast 50 Jahren aus dem Münchner Hofbräuhaus mitgenommen hatte. In einem Begleitschreiben gestand der Mann, den Maßkrug nach einer durchzechten Nacht im Jahr 1976 "ausgeliehen" zu haben. Zusammen mit dem Krug schickte er 20 Euro als verspätete Zahlung für das fehlende Stück.

Die Rückgabe des Kruges reiht sich in eine Serie ähnlicher Fälle der vergangenen Jahre ein. So schickte 2020 eine Amerikanerin einen Krug zurück, den sie 1965 aus dem Bierlokal Platzl entwendet hatte. Solche Vorfälle sind keine Seltenheit: Das Hofbräuhaus erhält jährlich drei bis vier Briefe, oft mit Geld oder zurückgesandten Krügen.

Das Traditionslokal führt keine Statistik über verschwundene Krüge, da viele von ihnen im Laufe der Zeit durch Abnutzung oder Beschädigung aussortiert werden. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, konnte in den vergangenen fünf Jahren in keinem Fall bestätigt werden, dass die zurückgegebenen oder entschädigten Krüge tatsächlich gestohlen wurden. Stattdessen erfolgen Zahlungen wie die jüngsten 20 Euro freiwillig – ohne Nachweis einer Straftat.

Die 20 Euro des Touristen fließen an die Initiative Bunte Münchner Kindl, die bedürftige Kinder unterstützt. Unterdessen ist ein vergleichbarer Krug im Online-Shop des Hofbräuhauses aktuell für 19,95 Euro erhältlich.

Das Hofbräuhaus verzeichnet weiterhin gelegentlich die Rückgabe lange vermisster Krüge – oft Jahrzehnte, nachdem sie mitgenommen wurden. Auch wenn die Krüge nicht immer als Diebesgut bestätigt werden, kommen die Rückgaben und Zahlungen sozialen Zwecken zugute. Der aktuelle Fall fügt sich in eine lange Tradition verspäteter Wiedergutmachung von Besuchern ein, die ihr schlechtes Gewissen loswerden wollen.

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