29 April 2026, 10:41

Ulrich Tilly – ein Visionär der deutschen Gesundheitspolitik stirbt mit 67 Jahren

Ein Mahnmal in Berlin, Deutschland, mit Blumen und Kerzen, die vor einer Wand auf dem Boden plaziert sind.

Ulrich Tilly – ein Visionär der deutschen Gesundheitspolitik stirbt mit 67 Jahren

Ulrich Tilly, eine prägende Persönlichkeit der deutschen Gesundheitspolitik und ehemaliger Büroleiter der früheren Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, ist im Alter von 67 Jahren verstorben. Seine Karriere umfasste mehrere Jahrzehnte, in denen er in entscheidenden Reformphasen die Weichen in Arbeitsmarkt-, Sozial- und Gesundheitspolitik mitgestaltete.

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Tilly begann seine berufliche Laufbahn als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bonn. 1996 stieg er in die Politik ein und beriet die SPD-Bundestagsfraktion in Fragen der Rentensysteme. Zwei Jahre später wechselte er ins Bundesministerium für Arbeit und Soziales, wo er bis 2002 tätig war.

2002 ging er zum Bundesgesundheitsministerium (BMG) und übernahm zunächst die Leitung des Büros der Ministerin. Sein Einfluss wuchs stetig, und 2005 wurde er Direktor der Grundsatzabteilung. Gemeinsam mit Kollegen wie Klaus Vater und Franz Knieps galt er während seiner achtjährigen Amtszeit als eine der einflussreichsten Stimmen des Ministeriums.

Nach dem Regierungswechsel 2009 verließ Tilly den öffentlichen Dienst und stieg in die politische Beratung ein – zunächst bei Wiese Consult, später bei WMP Healthcare. Franz Knieps, ein langjähriger Weggefährte, erinnerte sich an ihn als einen "wunderbaren Freund und Kollegen", der durch scharfen politischen Sachverstand, Kreativität und die Fähigkeit glänzte, unerwartete Lösungen zu finden.

Mit Tillys Tod endet eine Karriere, die tiefgreifende Spuren in der deutschen Gesundheitspolitik hinterlassen hat. Seine Arbeit in Regierung und Beratung prägte Systeme, die bis heute Millionen Menschen betreffen. Kollegen und Politiker würdigen ihn für seine seltene Kombination aus Fachwissen, Einfühlungsvermögen und innovativem Denken.

Quelle