Warnstreiks legen IKEA-Filialen in Deutschland lahm – trotz Rekordumsätzen
Ben NetteWarnstreiks legen IKEA-Filialen in Deutschland lahm – trotz Rekordumsätzen
Warnstreiks treffen am Freitag IKEA-Filialen in ganz Deutschland
Die Aktion erfolgt auf Kritik der Gewerkschaft an den Plänen des Unternehmens, im Jahr 2026 Stellen abzubauen – und das, obwohl IKEA Deutschland im vergangenen Jahr starke Umsätze verzeichnete. Trotz der guten Geschäftszahlen legen die Beschäftigten nun die Arbeit nieder.
In mehr als der Hälfte der deutschen IKEA-Standorte wird es zu Arbeitsniederlegungen kommen. In Fürth planen die Mitarbeiter einen teilweisen Streik; ab 10 Uhr finden auf dem Parkplatz des Möbelhauses Kundgebungen statt. Die Gewerkschaftsvertreterin Susanne Jansen rechnet mit 200 bis 250 Teilnehmern, darunter auch Beschäftigte aus der IKEA-Filiale in Würzburg sowie Angestellte von H&M.
Die Gewerkschaft verurteilte die geplante Personalreduzierung scharf, die an mehreren Standorten zu Entlassungen führen könnte. Silke Zimmer vom ver.di-Einzelhandelsvorstand betonte, die Streiks seien angesichts der wirtschaftlichen Erfolgsbilanz des Unternehmens gerechtfertigt: IKEA Deutschland erzielte 2024 einen Umsatz von 6,1 Milliarden Euro – der zweitbeste Wert in der Firmengeschichte.
Die Filiale in Fürth bleibt zwar geöffnet, doch Kunden müssen mit Einschränkungen rechnen. Besonders in den Bereichen Kundenservice, Restaurant und Rückgabestelle sind längere Wartezeiten zu erwarten.
Ziel der Streiks ist es, Druck auf IKEA auszuüben, um die geplante Sparpolitik zu überdenken. Während das Unternehmen hohe Gewinne einfährt, stehen gleichzeitig Stellenstreichungen an. Mit Fortdauer der Arbeitskampfmaßnahmen müssen sich Einkaufende auf weitere Beeinträchtigungen einstellen.






