Webasto sichert 1,4-Milliarden-Rettungspaket – doch 1.000 Jobs in Deutschland fallen weg
Ben NetteRettungsplan für Webasto besiegelt - Webasto sichert 1,4-Milliarden-Rettungspaket – doch 1.000 Jobs in Deutschland fallen weg
Der Automobilzulieferer Webasto hat ein Rettungspaket in Höhe von 1,4 Milliarden Euro gesichert, um seine Finanzen zu stabilisieren. Die Einigung folgt auf monatelange Verhandlungen, während das Unternehmen weiterhin Verluste verzeichnet. Stellenabbau und höhere Preise für Kunden bilden den Kern des Sanierungsplans.
Die finale Vereinbarung umfasst 1,2 Milliarden Euro an verlängerten Krediten sowie 200 Millionen Euro an frischen Kreditmitteln. Große Automobilhersteller unterstützen den Plan und verpflichten sich, bis 2028 höhere Preise für Webastos Produkte zu zahlen. Diese Anpassungen werden Hundert Millionen Euro zur Umstrukturierung des Unternehmens beitragen.
Webasto beschäftigt derzeit weltweit 15.300 Mitarbeiter, davon 3.700 in Deutschland. Im Rahmen der neuen Strategie sollen in Deutschland 1.000 Stellen abgebaut werden, zusätzlich zu weiteren Kürzungen im Ausland. Über diese erste Runde hinaus sind in Deutschland keine zusätzlichen Entlassungen geplant.
Das Unternehmen rechnet im aktuellen Geschäftsjahr mit Verlusten, strebt jedoch bis 2026 die Gewinnschwelle an. Ab 2027 wird wieder mit Schwarzahlen gerechnet, während die vollständige operative Neuausrichtung bis 2028 abgeschlossen sein soll. Durch Personalabbau und weitere Kostensenkungsmaßnahmen sollen jährlich 150 Millionen Euro eingespart werden.
Webastos Restrukturierung stützt sich auf Stellenstreichungen, Preiserhöhungen für Kunden und verlängerte Finanzierungen. Der Plan setzt klare Meilensteine: 2026 soll die Gewinnschwelle erreicht, im Folgejahr die Profitabilität wiederhergestellt werden. Die Zukunft des Unternehmens hängt nun davon ab, diese Veränderungen umzusetzen und gleichzeitig die Branchenunterstützung zu bewahren.






