Allgäu prüft Beitritt zum Münchner Verkehrsverbund – was das für Pendler bedeutet
Elwira SpeerAllgäu prüft Beitritt zum Münchner Verkehrsverbund – was das für Pendler bedeutet
Öffentlicher Nahverkehr im Allgäu: Region prüft Beitritt zum Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV)
Seit Jahren ist der öffentliche Nahverkehr im Allgäu ein viel diskutiertes Thema. Nun unternehmen lokale Verantwortliche konkrete Schritte, um einen möglichen Beitritt zum Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) zu prüfen. Den Anstoß gab das Interesse der Nachbarlandkreise Kaufbeuren und Ostallgäu, die bereits signalisiert hatten, die Bedingungen für eine Mitgliedschaft untersuchen zu wollen.
Seit Jahrzehnten strebt die Region nach einem einheitlichen Verkehrsnetz. Neue Dynamik erhielt die Idee, als Kaufbeuren und Ostallgäu bekanntgaben, die Voraussetzungen für einen MVV-Beitritt prüfen zu wollen. Dies veranlasste auch Kempten und den Landkreis Oberallgäu, über das weitere Vorgehen nachzudenken.
Mittlerweile hat der Kreistag einen Beschluss gefasst, die Anforderungen für eine MVV-Mitgliedschaft zu analysieren. Die lokalen Politiker stimmten einstimmig dafür, die Rahmenbedingungen bis Jahresende zu klären. Dennoch bleiben Bedenken, ob der Anschluss an das Münchner Netz zu kostspielig oder überhaupt praktikabel wäre.
Der Stadtrat von Kempten hat sich mit der Thematik noch nicht befasst. Eine endgültige Entscheidung über einen Beitritt könnte noch Monate auf sich warten lassen. Ob und wie die Gespräche ausgehen, könnte sich jedoch noch vor Jahresende zeigen. Bei einer Zustimmung würde das Allgäu teilweise in das überregionale Verkehrsnetz Münchens integriert. Doch letzlich werden Kosten und Machbarkeit den Ausschlag geben.






