25 March 2026, 08:14

Aminata Belli kämpft mit #SagNichtNichts gegen Mobbing und Hass im Netz

Schülerkinder in Schuluniformen stehen auf einem Weg und halten Papiere, wobei ein Mädchen in ein Mikrofon auf einem Stativ spricht, während hinter ihnen eine Umzäunung mit einem Schuppen zu sehen ist, der von Ballons gekrönt ist.

Der Moderator geht gegen Mobbing vor - Aminata Belli kämpft mit #SagNichtNichts gegen Mobbing und Hass im Netz

Aminata Belli, 33, erhebt im Rahmen der Kampagne #SagNichtNichts ihre Stimme gegen Mobbing. Die von Aktion Mensch unterstützte Initiative will das Schweigen über Schikane und Ausgrenzung durchbrechen. Bellis eigene Erfahrungen mit Hass im Netz haben sie dazu bewegt, sich für Veränderungen an Schulen und darüber hinaus einzusetzen.

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Anfang dieses Jahres zog sich Belli vorübergehend aus den sozialen Medien zurück, nachdem sie einer Welle von Hassnachrichten ausgesetzt war. Die Pause war notwendig – sie beschrieb sich als körperlich und seelisch erschöpft. Seit ihrer Rückkehr setzt sie sich mit neuem Fokus für psychische Gesundheit und gegen Mobbing ein.

Seither besucht Belli Schulen in ganz Norddeutschland, um mit Jugendlichen über Mobbing, Leistungsdruck und psychisches Wohlbefinden zu sprechen. Offene Gespräche unter Schüler:innen hält sie für wirksamer als klassische Unterrichtsstunden. Viele junge Menschen, so Belli, schweigen aus Angst, Scham oder Hoffnungslosigkeit – obwohl fast die Hälfte der Jugendlichen in Deutschland bereits Mobbing erlebt hat.

Die 2023 gestartete Kampagne #SagNichtNichts zeigt bereits Wirkung: Beratungsangebote wie die "Nummer gegen Kummer" verzeichneten einen Anstieg der Hilfsanfragen um 25 Prozent. Bis 2025 sind über 500 Schulworkshops geplant, und das Thema erreichte mit einer Bundestagsanhörung 2024 zu Anti-Mobbing-Gesetzen die nationale Politik. Belli betont zudem, dass unangenehme Wahrheiten wie Diskriminierung und Rassismus – oft Treibstoff für Schikane – nicht ausgeblendet werden dürfen.

Ein prägender Moment für Belli war ihr Gespräch im Podcast "deep und klar" mit Johannes und Philipp Mickenbecker. Sie erinnert sich daran als Wendepunkt, um Mobbing offen zu thematisieren. Soziale Medien, warnt sie, hätten Hassrede schneller, flächendeckender und schwerer kontrollierbar gemacht. Doch sie stellt klar: Niemand verdient es, gemobbt zu werden – und ruft dazu auf, hinzusehen, Hilfe zu suchen und Mut zu zeigen.

Die Kampagne hat bereits zu mehr Unterstützung für Betroffene und einem größeren öffentlichen Bewusstsein geführt. Bellis Engagement zeigt, wie sehr Mobbing das Leben prägt – ob in der Schule, am Arbeitsplatz oder im Netz. Ihre Botschaft ist deutlich: Wer das Stigma bricht und Betroffene stärkt, kann Perspektiven verändern.

Quelle