Arbeitsmarkt in Deutschland bleibt schwach – weitere Entlassungen drohen
Elwira SpeerArbeitsmarkt in Deutschland bleibt schwach – weitere Entlassungen drohen
Der deutsche Arbeitsmarkt bleibt schwach – Anzeichen für eine Erholung sind weiterhin nicht in Sicht. Unternehmen in verschiedenen Branchen planen weitere Stellenstreichungen, wie die jüngsten Daten des ifo Instituts zeigen.
Der ifo-Beschäftigungsindikator sank im Juni auf 92,3 Punkte. Dieser Rückgang spiegelt die wachsende Skepsis der Arbeitgeber bei ihren Einstellungsplänen wider.
Besonders stark betroffen ist der Dienstleistungssektor, wo der Indikator deutlich gefallen ist. Zeitarbeitsfirmen und die Tourismusbranche kämpfen am stärksten mit spürbaren Rückgängen bei den Beschäftigungserwartungen.
In der Industrie bleibt der Arbeitsmarkt zwar angespannt, doch dominieren Entlassungspläne das Geschehen. Auch im Groß- und Einzelhandel nehmen die Stellenabbaupläne deutlich zu. Die Bauwirtschaft hingegen will ihre Belegschaft weitgehend stabil halten.
Von einer nachhaltigen Erholung am Arbeitsmarkt ist Deutschland noch weit entfernt. Der allgemeine Trend deutet auf anhaltende Schwäche hin – in mehreren Schlüsselbranchen sind weitere Stellenkürzungen zu erwarten.
