27 June 2026, 04:14

Bundeswehr zwischen Personalmangel und explodierenden Rüstungskosten: Pistorius schließt Wehrpflicht aus

Pistorius sieht weiterhin keinen Bedarf an der Einberufung

Bundeswehr zwischen Personalmangel und explodierenden Rüstungskosten: Pistorius schließt Wehrpflicht aus

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat sich zu Sorgen über die Rekrutierung von Soldaten und steigende Kosten geäußert. Er bestätigte, dass Deutschland trotz Personalmangels nicht zur allgemeinen Wehrpflicht zurückkehren werde. Die Regierung prüft jedoch andere Möglichkeiten, um die Streitkräfte zu stärken.

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Pistorius betonte, dass eine generelle Wehrpflicht nicht zur Debatte stehe. Der Mangel an Ausbildern und Infrastruktur mache eine Wiedereinführung unpraktikabel. Auch eine bedarfsgerechte Auswahlmusterung sei vorerst vom Tisch.

In den kommenden Jahren bleibt die freiwillige Rekrutierung die Hauptmethode der Personalgewinnung. Die Koalition ist sich einig, dass bei einem Überhang an offenen Stellen im Vergleich zu qualifizierten Bewerbern künftig korrigierende Maßnahmen erforderlich sein könnten. Die Bundeswehr wird ausgebaut, und dieser Prozess wird genau beobachtet.

Der Verteidigungsminister bekräftigte zudem Deutschlands Verpflichtung zu Zusammenarbeit und Freundschaft mit Frankreich. Dies erfolgt vor dem Hintergrund des jüngsten Scheiterns des FCAS-Programms (Future Combat Air System). Zudem wurde ein Runden Tisch eingerichtet, um das Know-how der Automobilhersteller für die Rüstungsindustrie nutzbar zu machen.

Die Kosten für das Fregatten-Projekt F126 sind stark gestiegen. Der Gesamtpreis liegt nun bei über 18 Milliarden Euro – eine Steigerung um 8 Milliarden im Vergleich zur ursprünglichen Schätzung.

Pistorius konzentriert sich derzeit auf seine Rolle als Verteidigungsminister, schließt aber eine spätere Kandidatur für das Amt des Bundeskanzlers nicht aus. Vorerst setzt die Regierung auf freiwillige Rekrutierung und wird die Expansion der Streitkräfte weiter begleiten. Die steigenden Kosten von Rüstungsprojekten und die internationale Zusammenarbeit bleiben zentrale Prioritäten.

Quelle