26 March 2026, 22:13

Autobranche fordert radikale Reformen für klimaneutrale Mobilität und Wettbewerbsfähigkeit

Balkendiagramm, das die Anzahl der Elektrofahrzeuge in den Vereinigten Staaten zeigt, wobei die Gesamtkapazität von BMW angezeigt wird.

Autobranche fordert radikale Reformen für klimaneutrale Mobilität und Wettbewerbsfähigkeit

Führungskräfte der deutschen Automobilbranche haben zu schnelleren Reformen aufgerufen, um den Wandel hin zu klimaneutraler Mobilität zu beschleunigen. Auf einer kürzlichen Branchenveranstaltung wiesen Hildegard Müller und Imelda Labbé sowohl auf Fortschritte als auch auf anhaltende Herausforderungen bei der Elektrifizierung und der Infrastruktur hin. Ihre Warnungen kommen zu einer Zeit, in der viele mittelständische Unternehmen aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage Investitionen aufschieben oder Produktionsstandorte ins Ausland verlagern.

Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), betonte, dass der Übergang zu grüner Mobilität Arbeitsplätze, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit sichern müsse. Sie begrüßte zwar Regierungspläne zur Bürokratieabbau und beschleunigten Genehmigungsverfahren, warnte aber, dass Verzögerungen bei den Reformen keine Option mehr seien. Müller plädierte zudem für einen technologieoffenen Ansatz und verwies darauf, dass neben Elektrofahrzeugen auch E-Kraftstoffe, Wasserstoff und Brennstoffzellen eine Rolle spielen müssten.

Müller stellte Mobilität nicht nur als technische Frage dar, sondern bezeichnete sie als Grundpfeiler von Freiheit, gesellschaftlicher Teilhabe und Alltagsleben. Gleichzeitig wies Imelda Labbé, Präsidentin des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), auf eine wachsende Akzeptanz von Elektrofahrzeugen hin. Sie verwies auf eine "massive Produktoffensive" bezahlbarer E-Auto-Modelle, die bereits im Gange sei. Dennoch warnte sie, dass die Ladeinfrastruktur – insbesondere in kleineren Städten und einigen Großstädten wie München – nach wie vor stark unterentwickelt sei.

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Labbé forderte gezielte Fördermittel, um das Ladenetz auszubauen und die Transportkosten bezahlbar zu halten. Ihre Aussagen spiegeln die Sorgen der gesamten Branche wider: Eine aktuelle VDA-Umfrage zeigt, dass viele Unternehmen aufgrund ungünstiger Rahmenbedingungen ihre Investitionen zurückfahren oder ins Ausland verlagern.

Die Forderungen nach schnellem Handeln unterstreichen die Kluft zwischen fortschrittlicher Fahrzeugtechnologie und rückständiger Infrastruktur. Ohne beschleunigte Reformen und einen Ausbau der Ladeinfrastruktur droht die Branche sowohl bei den Klimazielen als auch in der globalen Wettbewerbsfähigkeit zurückzufallen. Hersteller und Politiker stehen nun unter Druck, die Politik stärker an den praktischen Bedürfnissen von Unternehmen und Fahrzeughaltern auszurichten.

Quelle