22 March 2026, 04:13

Batteriespeicher-Boom in Deutschland: Warum Tausende Projekte noch auf Realisierung warten

Liniengraph, der die Trends des US-Stromverbrauchs von 2021 bis 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Batteriespeicher-Boom in Deutschland: Warum Tausende Projekte noch auf Realisierung warten

Deutschland verzeichnete im vergangenen Jahr einen Boom bei Batteriespeicherprojekten – mit fast 10.000 Anträgen für neue gewerbliche Anlagen. Netzbetreiber genehmigten davon rund 3.800 Vorhaben, was eine deutliche Ausweitung der Speicherkapazitäten bedeutet. Doch nur ein Bruchteil der geplanten Systeme ist bisher in Betrieb gegangen.

Allein 2024 reichten Entwickler 9.710 Anträge ein, um gewerbliche Batteriespeicher an das Stromnetz anzuschließen. Die vorgeschlagenen Projekte hätten gemeinsam eine Leistung von etwa 400 Gigawatt erbringen und rund 661 Gigawattstunden Energie speichern können. Die Netzbetreiber erteilten daraufhin 3.800 Anschlussgenehmigungen, die eine Gesamtkapazität von 46 Gigawattstunden abdecken – genug, um alle Haushalte in München fast eine Woche lang mit Strom zu versorgen.

Viele Projektierer stellten zwar mehrere Anträge, setzten aber in der Regel nur eine Anlage pro Genehmigung um. Aktuell sind bundesweit 921 Batteriespeichersysteme auf Mittelspannungsebene oder höher in Betrieb. Diese bestehenden Anlagen verfügen über eine netto Nennleistung von etwa 2,3 Gigawatt und eine Speicherkapazität von rund 3,2 Gigawattstunden.

Die Kluft zwischen genehmigten und tatsächlich realisierten Projekten bleibt jedoch groß: Während Tausende neue Speicheranlagen grünes Licht erhielten, sind bisher weniger als tausend aktiv. Würden alle geplanten Ausbauten umgesetzt, könnte sich Deutschlands Energiespeicherkapazität dramatisch erhöhen.

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