22 March 2026, 00:16

Bayerische Firmen fliehen ins Ausland – und lassen Deutschland zurück

Schwarz-weiß-Fotografie eines Fabrikinneren mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, umgeben von Metallstangen und -pfählen, beschriftet mit "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik Deutschlands" unten.

vbw-Studie: Unternehmen verlagern Produktion ins Ausland - Bayerische Firmen fliehen ins Ausland – und lassen Deutschland zurück

Bayerische Unternehmen verlagern seit 2013 zunehmend ihre Produktion ins Ausland – mit rasant wachsenden Auslandsinvestitionen, die die deutschen Exporte übertreffen. Ein aktueller Bericht warnt vor sinkender Wettbewerbsfähigkeit, da viele Betriebe die Verlagerung ins Ausland mittlerweile nicht mehr als Option, sondern als Notwendigkeit betrachten. Hinter dem Trend stehen sowohl Kostenvorteile im Ausland als auch anhaltende Herausforderungen im Inland.

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Die USA bleiben das wichtigste Zielland für bayerische Direktinvestitionen und vereinen 27,3 Prozent der gesamten Auslandsgelder auf sich. Zwar geben die verfügbaren Daten keine detaillierten Auskünfte über konkrete Branchen oder Investitionsziele, doch zeigt sich deutlich: Amerikanische Märkte werden gegenüber anderen Regionen bevorzugt.

Haupttreiber der Entwicklung sind Kosteneinsparungen und strukturelle Schwächen im Inland. Unternehmen setzen vor allem auf geringere Ausgaben im Ausland – Faktoren wie verbesserte Marktzugänge oder die Umgehung von Handelsbarrieren spielen eine untergeordnete Rolle. Die Erkenntnisse des Ifo-Instituts unterstreichen den Druck: Mehr als ein Drittel der deutschen Unternehmen sieht seine Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu nicht-europäischen Konkurrenten schwinden.

Bis 2027 rechnet mehr als jedes fünfte bayerische Unternehmen mit einer Ausweitung der Auslandproduktion. Gleichzeitig erwarten über ein Viertel einen Rückgang der heimischen Fertigung – sieben Prozent befürchten sogar eine vollständige Einstellung der inländischen Produktion.

Die Zahlen deuten auf einen anhaltenden Trend hin zu mehr Auslandsengagement, insbesondere in den USA, während sich bayerische Betriebe an wirtschaftliche Zwänge anpassen. Angesichts der Erwartung schrumpfender Inlandsproduktion dürfte der Fokus auf internationale Standorte weiter zunehmen. Die Entwicklung spiegelt tiefgreifendere Veränderungen wider, wie bayerische – und deutsche – Unternehmen künftig global konkurrieren wollen.

Quelle