Bayerische Regional- und S-Bahnen 2024: Pünktlichkeit auf Rekordtief seit 30 Jahren
Ben NetteBayerische Regional- und S-Bahnen 2024: Pünktlichkeit auf Rekordtief seit 30 Jahren
Bayerische Regional- und S-Bahnen: Massive Verspätungen und Ausfälle im Jahr 2024
Die Regional- und S-Bahnen in Bayern litten 2024 unter schweren Verspätungen und Zugausfällen. Neue Zahlen zeigen, dass die Pünktlichkeit auf dem niedrigsten Stand seit drei Jahrzehnten liegt – auf einigen Strecken wurde das Ziel bei Weitem verfehlt. Verkehrsverantwortliche bezeichnen die Lage als besorgniserregend, aber nicht unerwartet.
Nur 85,3 Prozent der Regional- und S-Bahnen in Bayern kamen im vergangenen Jahr pünktlich an. Das entspricht einem leichten Rückgang gegenüber 87 Prozent im Jahr 2023 und markiert den niedrigsten Wert seit 1994. Fast 15 Prozent der Züge hatten Verspätung, während 8 Prozent komplett ausfielen.
Am stärksten betroffen war die Strecke München–Prag: Hier fuhren weniger als 44 Prozent der Züge planmäßig. Auch die Verbindung München–Hof schnitt schlecht ab und erreichte nur eine Pünktlichkeitsquote von 62 Prozent. Beide Linien waren die unzuverlässigsten im gesamten Netz.
Infrastrukturprobleme und laufende Bauarbeiten verursachten fast die Hälfte aller Verspätungen. Externe Faktoren wie Streiks von Lokführern und Extremwetterlagen waren für über ein Viertel der Ausfälle verantwortlich.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter räumte die schlechten Leistungen ein. Die Entwicklung nannte er "ernüchternd, wenn auch kaum überraschend" – angesichts der anhaltenden Herausforderungen.
Die Zahlen für 2024 unterstreichen die anhaltenden Probleme im bayerischen Schienennetz. Verspätungen und Ausfälle haben ein Ausmaß erreicht, das seit 30 Jahren nicht mehr zu verzeichnen war. Infrastrukturdefizite und externe Belastungen bleiben die Hauptgründe für den Rückgang.






