Bayern startet bundesweite Behördenhotline 115 im Mai 2026
Bayern führt bundesweite Behördenhotline 115 am 1. Mai 2026 ein
Mit dem neuen Service will der Freistaat den Zugang zur öffentlichen Verwaltung für alle Bürgerinnen und Bürger vereinfachen. Die Hotline ersetzt zahlreiche regionale Rufnummern und bündelt Anfragen an Bund, Länder und Kommunen in einer zentralen Anlaufstelle.
Die Umsetzung erfolgt auf Basis der Vorgaben des Onlinezugangsgesetzes, das einheitliche digitale und telefonische Erreichbarkeit von Verwaltungsleistungen vorschreibt. Bisher hatte kein Bundesland die 115 vor dem 1. Mai 2024 flächendeckend eingeführt – an diesem Tag wurde sie zur standardisierten Behördennummer in ganz Deutschland. Die Integration Bayerns bestätigte Florian Herrmann, Chef der Bayerischen Staatskanzlei.
Die Hotline ist montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr erreichbar. Bürger können sich zu allen öffentlichen Leistungen informieren – von Genehmigungen bis zu Sozialleistungen. Geschulte Mitarbeiter begleiten Anrufer durch die jeweiligen Verfahren. Für gehörlose und hörbehinderte Nutzer steht zudem ein Gebärdensprachdienst zur Verfügung.
Einige bayerische Städte wie München hatten die 115 bereits vor der landesweiten Ausweitung lokal angeboten. Trotz des neuen Systems bleiben bestehende Servicenummern wie Bayern direkt (089/122220) sowie kommunale Hotlines parallel zur 115 aktiv.
Ab 2026 bündelt die 115 in Bayern alle behördlichen Anfragen – von der Landes- bis zur kommunalen Ebene – und bietet barrierefreie Lösungen für unterschiedliche Bedürfnisse. Der Schritt des Freistaats steht im Einklang mit den bundesweiten Bestrebungen, die Kommunikation mit der Verwaltung effizienter zu gestalten.






