Bayerns neues Hightech-Zentrum revolutioniert die Notfallmedizin-Ausbildung
Birgitta SchulzBayerns neues Hightech-Zentrum revolutioniert die Notfallmedizin-Ausbildung
Neues Forschungszentrum für Notfallmedizin in Stein eröffnet
Am Freitag wurde in Stein ein neues Forschungszentrum für Notfallmedizin eröffnet. Das Technology Transfer Center (TTC) widmet sich der digitalen Ausbildung von Rettungssanitätern, Feuerwehrleuten und anderen Einsatzkräften. Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume bezeichnete die Einrichtung bei der Eröffnungsveranstaltung als "einzigartig".
Das TTC Stein ist Teil der Hochschule Ansbach und wird mit 5,2 Millionen Euro aus der Hightech Agenda Bayern gefördert. Sein Ziel ist die Modernisierung der notfallmedizinischen Ausbildung durch digitale Werkzeuge und Telemedizin. Prof. Dr. Bernd Landsleitner, wissenschaftlicher Leiter des Zentrums, skizzierte Forschungspläne zu Katastrophenmanagement und ferngesteuerter medizinischer Unterstützung.
Der Standort Stein wurde nach gemeinsamer Initiative der Kommunalpolitiker Petra Guttenberger und Matthias Dießl gewählt. Das Zentrum wird eng mit Universitäten, Krankenhäusern und Rettungsdiensten zusammenarbeiten, um neue Ausbildungsmethoden zu entwickeln. Eines der ersten Projekte ist die Unterstützung des neuen Studiengangs Außerklinische Akut- und Notfallmedizin an der Hochschule Ansbach.
Zu den Innovationen des TTC gehören virtuelle Simulationen und KI-gestütztes Lernen für Ersthelfer. Damit soll die Zusammenarbeit zwischen Rettungsteams, Feuerwehr und Ärzten in Krisensituationen verbessert werden. Landsleitner betonte, dass schnellere und intelligentere Schulungen im Ernstfall Leben retten könnten.
Die Eröffnung des Zentrums markiert einen Schritt hin zu einer hochtechnisierten Notfallversorgung in Bayern. Mit Landesförderung und akademischen Partnerschaften wird das TTC Stein in den kommenden Jahren digitale Lösungen entwickeln und einführen. Seine Arbeit dürfte prägend für die Ausbildung und Einsatzpraxis von Rettungskräften in der gesamten Region werden.






