21 April 2026, 10:15

BMW-Chef Zipse warnt vor EU-Zöllen auf chinesische Elektroautos als Bumerang-Effekt

Balkendiagramm, das die Anzahl der Elektrofahrzeuge in den Vereinigten Staaten zeigt, wobei die installierte Kapazität von BMW als erhöht angegeben ist.

BMW-Chef Zipse warnt vor EU-Zöllen auf chinesische Elektroautos als Bumerang-Effekt

BMW-Chef Oliver Zipse hat sich gegen die geplanten EU-Zölle auf elektrisch betriebene Fahrzeuge aus chinesischer Produktion ausgesprochen. Die neuen Abgaben in Höhe von 37,6 Prozent sollen zwar europäische Automobilhersteller schützen, stoßen jedoch auf starken Widerstand großer Konzerne. Zipse warnt, der Schritt könnte nach hinten losgehen, die Auswahl für Verbraucher einschränken und den Fortschritt bei den Klimazielen bremsen.

Die Europäische Kommission bereitet die Erhebung eines 37,6-prozentigen Zolls auf Elektrofahrzeuge aus China vor. Die BMW Group könnte jedoch mit einer ermäßigten Rate von 20,8 Prozent rechnen, falls sie als kooperierendes Unternehmen eingestuft wird. Diese Sonderregelung würde die Auswirkungen auf den deutschen Autobauer abmildern, der mehrere Modelle in China für den europäischen Markt fertigt.

Betroffen von den Zöllen sind unter anderem der Elektro-SUV iX3 und der elektrische MINI Cooper E/SE, die beide in China produziert werden. Auch der kleinere MINI Aceman wird dort gefertigt, bevor er nach Europa exportiert wird. Zipse argumentiert, dass höhere Zölle europäische Hersteller nicht wettbewerbsfähiger machen würden. Stattdessen fürchtet er, dass die Maßnahme die Auswahl für Käufer verringert und die Umstellung auf saubere Mobilität verzögert.

Ab 2026 plant BMW, die Produktion des elektrischen MINI Cooper und des Aceman in das Vereinigte Königreich zu verlagern. Dadurch entfallen die Einfuhrzölle vollständig, da die Fahrzeuge dann nicht mehr als chinesische Importe gelten. Die Entscheidung zeigt, wie Hersteller ihre Lieferketten als Reaktion auf die EU-Handelspolitik anpassen.

Die EU-Zölle auf chinesische Elektroautos sollen bald in Kraft treten, doch die teilweise Befreiung für BMW könnte die Belastung verringern. Zipses Kritik unterstreicht die Bedenken hinsichtlich geringerer Wettbewerbsintensität und einer verlangsamten Verbreitung von Elektrofahrzeugen. Angesichts der bereits laufenden Produktionsverlagerungen bleiben die langfristigen Folgen für den europäischen Automarkt abzuwarten.

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