23 March 2026, 16:12

Chemieindustrie in Deutschland kämpft mit historischer Krise und Jobabbau

Liniengraph, der die verringerten zukünftigen Ölimport-Erwartungen mit begleitendem erklärendem Text zeigt.

Stimmung in der Chemie erreicht neuen Tiefstand seit Sommer 2023 - Chemieindustrie in Deutschland kämpft mit historischer Krise und Jobabbau

Deutschlands Chemieindustrie steckt in der schwersten Krise seit über einem Jahr. Der aktuelle Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts für den Sektor stürzte im Oktober auf minus 19,4 Punkte ab – der tiefste Stand seit Juli 2023. Die Unternehmen kämpfen mit schrumpfenden Aufträgen, hohen Kosten und fallenden Preisen.

Die Lage präsentiert sich besonders düster: Der Index zur aktuellen Geschäftslage fiel auf minus 25,3. Die Fabriken arbeiten mit einer Auslastung von nur 71 Prozent – rund zehn Punkte unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Die Auftragsbücher sind eingebrochen, der entsprechende Indikator liegt bei minus 68,9.

Auch die Zukunftserwartungen haben sich weiter eingetrübt und liegen nun bei minus 13,3. Viele Betriebe planen angesichts verschärfter ausländischer Konkurrenz, ihre Preise zu senken statt zu erhöhen. Mit Arbeitskosten von über 65 Euro pro Stunde liegt Deutschland deutlich über dem europäischen Durchschnitt, was die Gewinnmargen zusätzlich belastet.

Die Erzeugerpreise im Sektor sanken im letzten Quartal 2025 im Vorjahresvergleich um 0,6 Prozent. Bei schwacher Nachfrage und hohen Kosten fahren die Unternehmen Investitionen zurück und bauen Stellen ab, um über die Runden zu kommen.

Von einer Entspannung ist die Branche weit entfernt. Hohe Lohnkosten, sinkende Preise und harter Importwettbewerb zehren weiter an der Rentabilität. Um im schrumpfenden Markt konkurrenzfähig zu bleiben, kürzen die Unternehmen nun Jobs und Investitionen.

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