20 March 2026, 18:13

Collien Fernandes enthüllt: Ex-Mann Christian Ulmen soll sie digital missbraucht haben

Schwarze und weiße Zeitschriftentitel 'Humoristische Liste' mit einem Mann im Anzug mit ernster Miene und einer Frau, die verschmitzt in die Ferne blickt.

Collien Fernandes enthüllt: Ex-Mann Christian Ulmen soll sie digital missbraucht haben

Collien Fernandes wirft Ex-Mann Christian Ulmen schwere emotionale Misshandlung und digitale Manipulation vor

Die bekannte Fernsehmoderatorin Collien Fernandes hat ihren Ex-Mann, den Schauspieler und Komiker Christian Ulmen, öffentlich schwerer emotionaler Gewalt und gezielter Online-Manipulation beschuldigt. Zu den Vorwürfen gehören die Erstellung gefälschter Profile unter ihrem Namen sowie explizite Handlungen, bei denen er sich als sie ausgab. Die Anschuldigungen haben eine Debatte über frauenfeindliche Strukturen in der Unterhaltungsbranche und das größere Problem von Gewalt gegen Frauen neu entfacht.

Fernandes bezeichnete Ulmens Handlungen als "virtuelle Vergewaltigung" und stellte einen Zusammenhang zu wiederkehrenden Verhaltensmustern her, wie sie in seinen früheren Fernsehrollen zu beobachten waren. Der Fall sorgt für breite Aufmerksamkeit – viele fordern Konsequenzen in einer Branche, in der solche Vorwürfe leider kein Einzelfall sind.

Vom "schlimmsten Freund" zum umstrittenen Showmaster Christian Ulmen wurde in den mittleren 2000er-Jahren mit der Reality-Show "Mein neuer Freund" bekannt, in der er wöchentlich einen anderen "schrecklichen Freund" spielte. Das Konzept: Frauen stellten ihren neuen Partner der Familie vor – doch Ulmens Figur benahm sich dermaßen daneben, dass die Beziehungen meist im Streit endeten. Eine seiner prägendsten Rollen war die des adligen Alexander von Eich, der seine Freundin mit einem Stock herumkommandierte.

2013 folgte eine weitere provokante Figur: Als Uwe Wöllner moderierte Ulmen die Satire-Show "Wer will meine Freundin vögeln?" auf Tele 5. In dem Format traten Männer mit ihren Freundinnen an, um in abwertenden Challenges zu ermitteln, wer die "heißeste" Partnerin hatte. Ulmens überzeichnete, frauenverachtende Rolle – komplett mit schiefem Gebiss – war zwar als Satire gedacht, doch Kritiker warfen ihm vor, damit schädliche Klischees zu verstärken.

Von der Bühne in den Alltag: Vorwürfe systematischer Demütigung Fernandes, die Ulmen seit 2010 datete und später heiratete, behauptet nun, sein Bühnenimage habe reale Misshandlung widerspiegelt. Sie wirft ihm vor, unter ihrem Namen gefälschte Online-Profile angelegt, pornografische Inhalte verbreitet und Telefonssex geführt zu haben – alles, während er vorgab, sie zu sein. Diese Handlungen seien nicht nur persönliche Verrate gewesen, sondern Teil eines Musters aus Kontrolle und Erniedrigung.

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Die Anschuldigungen lösten eine Welle der Solidarität mit Fernandes aus. Viele verweisen dabei auf das Motto der Missbrauchsüberlebenden Gisèle Pelicot: "Die Scham muss die Seite wechseln." Die öffentliche Reaktion hat sich gewandelt – von anfänglicher Skepsis (auch der Autorin dieses Artikels unterlief einst die Frage, warum Fernandes überhaupt mit Ulmen zusammen war) hin zu Unterstützung für ihren Schritt, die Vorfälle öffentlich zu machen.

Ein Fall mit Signalwirkung Fernandes' Vorwürfe reihen sich ein in eine wachsende Liste von Fällen, in denen Frauen aus der Medienbranche mächtige Männer der Ausbeutung bezichtigen. Ulmens Geschichte, frauenfeindliche Charaktere zu spielen, wird nun vor dem Hintergrund ihrer Aussagen neu bewertet. Wie die Unterhaltungsindustrie mit Missbrauch umgehen wird – auf und hinter der Bühne – könnte dieser Fall mitbestimmen.

Quelle