Deutschlands Nationalmannschaft vor Paraguay: Nagelsmanns Team steht unter Druck
Dörthe KrauseDeutschlands Nationalmannschaft vor Paraguay: Nagelsmanns Team steht unter Druck
Die deutsche Nationalmannschaft hat in den letzten Spielen eine wechselhafte Form gezeigt. Zwar gelang ein Sieg gegen Curaçao, doch gegen die Elfenbeinküste und Ecuador gab es Schwierigkeiten. Das bevorstehende Duell mit Paraguay wird die Mannschaft erneut auf die Probe stellen.
Vor dem Spiel gegen Paraguay wies Bundestrainer Julian Nagelsmann auf Schwächen in der Physis und in Zweikämpfen hin. Der Angriff, der mit ähnlichen Spielertypen besetzt ist, wirkt oft vorhersagbar, wenn das Zentrum überladen ist. Defensiv bleiben vor allem Joshua Kimmich auf der rechten Seite und Manuel Neuer im Tor eine beständige Sorge.
Historisch betrachtet hat Deutschland gegen favorisierte Gegner oft überzeugt, doch gegen taktisch klug und aggressiv auftretende Teams hatte die Mannschaft Probleme. Spieler wie Nathaniel Phillips und Deniz Undav haben mit Explosivität und Dynamik Akzente gesetzt. Gleichzeitig räumte Sportdirektor Rudi Völler ein, dass über Nagelsmanns Team das Risiko des Scheiterns bei dieser Weltmeisterschaft schwebt.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) setzt für die WM 2026 auf ein ruhigeres Turnier, bei dem Ablenkungen reduziert werden, um sich ganz auf den Fußball zu konzentrieren. Die Entscheidung der Mannschaft, diesmal auf politische Statements zu verzichten, lenkt die Aufmerksamkeit voll auf die sportlichen Leistungen.
DFB und Öffentlichkeit haben die tieferliegenden Probleme der Mannschaft in der Vergangenheit oft übersehen und stattdessen externe Faktoren wie frühere Spieler-Kontroversen oder außersportliche Proteste verantwortlich gemacht. Nun, da der Fokus allein auf der Leistung liegt, lassen sich die wahren Herausforderungen nicht mehr ignorieren. Ob die Mannschaft ihre defensiven Lücken und taktische Vorhersehbarkeit beheben kann, wird über ihren weiteren Erfolg entscheiden.
