Druckfehler gefährdet Briefwahl in Wolfratshausen vor Stichwahl
Ein Druckfehler hat die Briefwahl für einige Einwohner von Wolfratshausen vor der anstehenden Kommunalstichwahl beeinträchtigt. Rund 250 Wähler erhielten doppelte oder fehlerhafte Stimmzettel, woraufhin die Behörden Ersatzunterlagen ausgeben mussten. Der Fehler wurde am Montag entdeckt, und die korrigierten Unterlagen werden nun an die Betroffenen verschickt.
Ursache des Problems war ein technisches Versagen während des Druckvorgangs, durch das einige Haushalte fehlerhafte Briefwahlunterlagen erhielten. Diese wurden später für ungültig erklärt – bereits zurückgesandte Stimmzettel werden daher nicht gewertet. Betroffen sind nur Wähler, die einen Umschlag mit dem Aufkleber "Berichtigung" und einem roten A4-Blatt erhalten haben.
Die meisten Einwohner Wolfratshausens können wie gewohnt ihre Stimme abgeben. Die Betroffenen müssen die neuen Formulare ausfüllen und zurücksenden, da die ursprünglichen Unterlagen nicht berücksichtigt werden. Die Stadt hat bestätigt, dass die Ersatzunterlagen bereits an die betreffenden Wähler verschickt wurden.
Die Briefwahl hat in jüngsten Kommunalwahlen in Deutschland an Beliebtheit gewonnen. Bei der Nürnberger Kommunalwahl 2026 wählten fast die Hälfte der Wahlberechtigten – 94.326 von 193.677 – diese Methode. Frankfurt verschickte zudem im März eines nicht näher bezeichneten Jahres über 128.000 Briefwahlunterlagen. Eine bundesweite Statistik zur Briefwahlbeteiligung bei Kommunalwahlen für 2024 liegt derzeit jedoch nicht vor.
Durch die berichtigten Stimmzettel ist sichergestellt, dass alle betroffenen Wähler an der Stichwahl teilnehmen können. Die Behörden betonen, dass nur ein kleiner Teil des Wolfratshausener Elektorats betroffen ist. Die Stadt geht davon aus, dass das Problem bis zum Ende der Wahlfrist vollständig behoben sein wird.






