Viele Maisfelder - Aber eine andere Pflanze könnte Vorteile haben - Durchwachsene Silphie: Öko-Alternative zu Mais für Biogas und Felder
Neue Studie der Universität Bayreuth: Durchwachsene Silphie als vielversprechende Alternative zu Mais in der Energieerzeugung
Eine aktuelle Studie der Universität Bayreuth hebt die Durchwachsene Silphie (auch Becherpflanze genannt) als vielversprechende Alternative zu Mais für die Energiegewinnung hervor. Zwar bleibt Maissilage in Bayern weiterhin die dominierende Kulturpflanze, doch die Durchwachsene Silphie bietet mehrere ökologische Vorteile. Forscher warnen jedoch, dass sie bei unkontrolliertem Anbau auch invasiv werden könnte.
Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Pflanze wird in Bayern bereits auf etwa 2.647 Hektar angebaut – ein geringer Anteil im Vergleich zu den 402.300 Hektar, die für Maissilage genutzt werden und derzeit in der Region geerntet werden. Ein Großteil des Maises dient als Tierfutter, der Rest wird in Biogasanlagen verarbeitet.
Ab dem zweiten Standjahr übertrifft die Durchwachsene Silphie Mais im Biomasseertrag, wie eine Langzeitstudie aus Bayreuth zeigt. Zudem kommt sie besser mit Trockenheit zurecht. Ihre tiefen Wurzeln erschließen Wasser und Nährstoffe in tieferen Bodenschichten, was die Bodenqualität und die Aktivität von Mikroorganismen fördert.
Im Gegensatz zu Mais muss die Durchwachsene Silphie nicht jährlich neu ausgesät werden. Das schützt vor Bodenerosion im Herbst und Winter. Zudem bindet sie Stickstoff effizient und reduziert so die Nitratauswaschung ins Grundwasser um bis zu 99 Prozent. Mit einer Wuchshöhe von bis zu drei Metern ist sie eine robuste Energiepflanze.
Trotz dieser Vorteile warnt die Studie, die im Februar 2024 veröffentlicht werden soll, vor einem unkontrollierten Ausbreiten der Pflanze, falls sie nicht sorgfältig überwacht wird.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Durchwachsene Silphie eine Schlüsselrolle in der nachhaltigen Energie-Landwirtschaft spielen könnte. Ihre Fähigkeit, trockene Bedingungen zu meistern, Bodenerosion zu verringern und Nitratbelastungen zu minimieren, macht sie zu einer starken Konkurrentin des Maisanbaus. Allerdings wird ein umsichtiges Management nötig sein, um zu verhindern, dass sie sich in Bayern als invasive Art ausbreitet.






