Flugplatz Oberschleißheim: Wo bayerische Luftfahrtgeschichte lebendig bleibt
Elwira SpeerFlugplatz Oberschleißheim: Wo bayerische Luftfahrtgeschichte lebendig bleibt
Der Flugplatz Oberschleißheim – ein lebendiges Stück bayerischer Luftfahrtgeschichte
Der Flugplatz Oberschleißheim nimmt in der Geschichte Bayerns eine besondere Stellung ein: Als ältester noch aktiver Flugplatz der Region blickt er auf eine mehr als hundertjährige Vergangenheit zurück. Von seinen Anfängen als Militärstandort hat er sich zu einem Treffpunkt für Luftfahrtbegeisterte und ein Zentrum historischer Ausstellungen entwickelt. Heute wird der Standort vom Flugplatz Schleißheim e. V. (FSeV) betrieben und bleibt ein Ort des lebendigen Austauschs.
Die Wurzeln des Flugplatzes reichen bis ins Jahr 1912 zurück, als er als erstes militärisches Flugfeld Bayerns für die Königlich Bayerische Fliegertruppen gegründet wurde. Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs durchliefen hier über 100.000 Piloten, Beobachter und Bordschützen ihre Ausbildung. Im Zweiten Weltkrieg nutzte die Luftwaffe den Standort für die Ausbildung von Jagd- und Nachtjagdfliegern.
Nach Kriegsende übernahmen amerikanische Streitkräfte den Flugplatz. 1973 wurde er an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben und schließlich 1981 vollständig entmilitarisiert – seither steht die zivile Nutzung im Mittelpunkt.
Seit den 1950er-Jahren dient der Flugplatz zudem dem Zivilschutz und der Rettungsfliegerei. Heute ist er ein bedeutender Standort für Segel- und Motorflug. Zudem beherbergt das Gelände einen Teil des Deutschen Museums mit 8.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche und einer Sammlung von 74 Flugzeugen.
Der Flugplatz Oberschleißheim bleibt damit ein Ort, an dem Luftfahrtgeschichte lebendig wird. Als aktiver Flugbetrieb und Museum zugleich sichert er sein Erbe für die Zukunft – und zieht weiterhin Piloten, Historiker und Besucher in seinen Bann, die sich für seine bewegte Vergangenheit interessieren.






