Großübung in Dachau simuliert Angriff auf Rüstungs-Start-up mit 300 Einsatzkräften
Ben NetteGroßübung in Dachau simuliert Angriff auf Rüstungs-Start-up mit 300 Einsatzkräften
Großübung der bayerischen Bereitschaftspolizei in Dachau: Simulation eines Angriffs auf ein Rüstungs-Start-up
Diese Woche fand auf dem Gelände der bayerischen Bereitschaftspolizei in Dachau eine großangelegte Notfallübung statt. Das Szenario simulierte einen gewaltsamen Angriff auf ein junges Unternehmen der Verteidigungstechnologie. Über 300 Einsatzkräfte aus Polizei, Militär und Rettungsdiensten nahmen daran teil. Behördenvertreter betonten die wachsende Bedeutung von Vorbereitungsmaßnahmen angesichts verschärfter globaler Sicherheitslagen.
Die Übung stand im Zeichen zunehmender Sorgen vor hybrider Kriegsführung und komplexen Bedrohungslagen. Im Verlauf wurde zunächst eine Blockade eines Bundeswehr-Konvois durch Demonstranten inszeniert, gefolgt von einem bewaffneten Angriff auf ein Drohnenunternehmen. Neben Berufsfeuerwehr, Rettungskräften und Einheiten der Bereitschaftspolizei war auch das Spezialeinsatzkommando (SEK) sowie die Feldjägertruppe der Bundeswehr im Einsatz.
Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann verfolgte die Übung vor Ort und unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Kräften. Der Ablauf gestaltete sich reibungslos, wobei das SEK eine riskante Festnahme des simulierten Angreifers durchführte. Herrmann lobte anschließend die verbesserte Koordination zwischen den Behörden und bezeichnete dies als entscheidenden Schritt für die Krisenvorsorge.
Trotz des erfolgreichen Verlaufs der Übung gibt es seit dem Vorfall in Erding 2025 jedoch keine dokumentierten Fortschritte bei gemeinsamen Ausbildungsstandards oder politischen Anpassungen. Die Aktion diente vor allem als Praxistest für Notfallprotokolle und verdeutlichte die Notwendigkeit vernetzter Planung für künftige Krisen.
Die Übung endete ohne Zwischenfälle und demonstrierte eine effektive Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Einheiten. Nun steht die Politik vor der Aufgabe, solche Übungen in dauerhafte Verbesserungen der Sicherheitskooperation umzumünzen. Bisher fehlen jedoch konkrete Maßnahmen, um diese Bemühungen institutionell zu verankern.






