05 May 2026, 19:55

"Grüne Ufer" feiert magische Bühnenpremiere in Jekaterinburgs Privattheater

Ein nostalgisches Illustration eines alten Buchumschlags mit dem Titel "Die Musik der russischen Revolution", das einen Mann in einem weißen Gewand zeigt, der ein Saiteninstrument spielt, und eine Frau in einem langen Kleid, die Blumen hält, eingerahmt von einem prunkvollen Rahmen gegen einen tiefblauen Nachthimmel mit Sternen.

"Grüne Ufer" feiert magische Bühnenpremiere in Jekaterinburgs Privattheater

Eine neue Bühnenadaption von „Grüne Ufer“, dem gefeierten Fantasy-Roman von Gennadi Alexejew, hat in Jekaterinburg Premiere gefeiert. Unter der Regie von Lilia Bornaschewa bringt das Stück eine Geschichte von parallelen Existenzformen und tragischer Liebe auf die Bühne. Die Aufführungen finden im kleinen Privattheater „Tvary“ statt, das für seine intime Atmosphäre bekannt ist.

Der Roman „Grüne Ufer“ wurde von der realen Lebensgeschichte der vorrevolutionären Romanzen-Sängerin Anastassija Wjalzewa inspiriert. Alexejew verwebte ihr Schicksal mit Motiven alternativer Realitäten und zeitloser Verbindungen. Die Handlung folgt zwei zentralen Figuren: einem sowjetischen Dichter der 1980er-Jahre und einer Sängerin aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Auf der Bühne übernehmen Oleg Dulenkin und Jelena Iwanowa die Hauptrollen. Iwanowa verkörpert dabei allein neun verschiedene Charaktere im Verlauf der Inszenierung. Die Geschichte gipfelt darin, dass die beiden Liebenden, durch die Zeit getrennt, schließlich im Tod wiedervereint werden.

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Bornaschewa zeichnet nicht nur für die Regie verantwortlich, sondern adaptierte den Roman auch für die Bühne. Ihre Fassung bleibt dem Original treu – mit dessen Erforschung von Schicksal, Erinnerung und den verschwimmenden Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Die Premiere markiert die erste Bühnenumsetzung von „Grüne Ufer“ in Jekaterinburg. Mit seinen komplexen Figuren und vielschichtigen Erzählsträngen bietet die Produktion dem Publikum eine seltene Gelegenheit, Alexejews Vision live zu erleben. Die Aufführungen im „Tvary“-Theater laufen weiter; weitere Vorstellungen sind für die kommenden Wochen geplant.

Quelle