Grüne warnen vor explodierenden Gaspreisen im Winter – und fordern rasches Handeln
Dörthe KrauseGrüne warnen vor explodierenden Gaspreisen im Winter – und fordern rasches Handeln
Die stellvertretende Vorsitzende der Grünen, Julia Verlinden, hat die Bundesregierung vor steigenden Gaspreisen in diesem Winter gewarnt. Sie forderte die Verantwortlichen auf, Verbraucher:innen auf höhere Kosten vorzubereiten und die Abhängigkeit von Gas zu verringern, bevor die kalte Jahreszeit beginnt.
Verlinden, die auch als energiepolitische Sprecherin der Partei fungiert, wies auf Risiken wie eine mögliche Blockade der Straße von Hormus hin. Ein solches Ereignis könnte die Gaspreise im Winter, wenn die Nachfrage am höchsten ist, stark in die Höhe treiben.
Sie kritisierte die Bundesregierung dafür, Gesetze verabschiedet zu haben, die den Gasverbrauch tatsächlich erhöhen. Als Beispiele nannte sie das Gebäudeenergiegesetz und das Gesetz zur Versorgungssicherheit und Kapazität der Stromversorgung (StromVKG) – beides Regelungen, die die Lage weiter verschärfen könnten.
Laut Verlinden werden Verbraucher:innen die vollen Auswirkungen der Preiserhöhungen aufgrund langfristiger Lieferverträge nicht sofort spüren. Doch betonte sie, dass die Politik jetzt handeln müsse, um spätere Überraschungen zu vermeiden. Der Sommer biete die Gelegenheit, in Alternativen zu investieren und den Ausstieg aus dem Gas zu beschleunigen.
Die Grünen-Politikerin forderte zudem eine klarere Kommunikation über die bevorstehenden Herausforderungen. Ohne entsprechende Planung, warnte sie, könnten Haushalte im Winter mit unerwartet hohen Heizkosten konfrontiert werden.
Verlindens Warnungen kommen zu einer Zeit, in der die Energiekosten für deutsche Haushalte weiterhin ein zentrales Thema sind. Sie drängt auf sofortige Maßnahmen, um den Gasverbrauch zu senken und den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Wie gut das Land auf den Winter vorbereitet sein wird, hängt maßgeblich von der Reaktion der Regierung in den kommenden Monaten ab.






