Grüner Oberbürgermeister soll erstmals das Oktoberfest eröffnen – und Banaszak freut sich darauf
Elwira SpeerGrüner Oberbürgermeister soll erstmals das Oktoberfest eröffnen – und Banaszak freut sich darauf
Grünen-Co-Vorsitzender Felix Banaszak hat seine Vorfreude darauf geäußert, das Münchner Oktoberfest zu besuchen, wenn der gewählte Oberbürgermeister Dominik Krause das Volksfest eröffnet. Der traditionelle Auftakt, bei dem der Münchner Oberbürgermeister das erste Bierfass ansticht, gilt seit langem als symbolträchtiger Moment der bayerischen Kultur. Banaszaks Äußerungen fallen in eine Zeit, in der sich Krause – selbst Mitglied der Grünen – auf sein Amt ab 2026 vorbereitet.
Das feierliche Fassanstichen beim Oktoberfest obliegt seit mindestens 1950 dem Münchner Oberbürgermeister. Frühere Amtsinhaber wie Christian Ude (SPD, 1993–2014) haben den Brauch vollzogen und mit dem Ruf "O'zapft is!" den Beginn des Festes eingeläutet. Dominik Krause, der als erster grüner Oberbürgermeister der Stadt dieses Erbe antreten wird, hat die Zeremonie jedoch noch vor sich.
Banaszak verband seine Glückwünsche an Krause mit einem scherzhaften Unterton und deutete eine Einladung zum Fest an. Die Vorstellung, dass Bayerischer Ministerpräsident Markus Söder (CSU) das erste Maß von einem grünen Oberbürgermeister überreicht bekommt, nannte er "persönlich einfach einen wunderbaren Moment". Diese Bemerkung sticht vor dem Hintergrund der langjährigen politischen Spannungen zwischen Söders CSU und den Grünen besonders hervor.
Über die Zeremonie hinaus machte Banaszak deutlich, wie sehr er sich auf das Fest insgesamt freut. Offen bekannte er, die Wiesn – wie das Oktoberfest in München umgangssprachlich genannt wird – besuchen zu wollen, sobald Krause das Ruder übernimmt.
Krauses künftige Rolle als Oberbürgermeister wird der Tradition des Fassanstichs eine neue politische Farbe verleihen. Wenn der Moment kommt, wird es das erste Mal sein, dass ein grüner Oberbürgermeister das Oktoberfest eröffnet. Banaszaks Äußerungen deuten darauf hin, dass die Veranstaltung zugleich zu einem seltenen Symbol der Einheit zwischen Grünen und CSU werden könnte.






