28 March 2026, 22:19

Hessen will gegen explodierende Spritpreise durch Iran-Konflikt vorgehen

Plakat mit vier Schritten zur Reduzierung der Benzinpreise an der Zapfsäule, mit einem blauen und weißen Kreislogo mit einer Zapfsäule in der Mitte.

Hessen will gegen explodierende Spritpreise durch Iran-Konflikt vorgehen

Spritpreise schnellen seit Beginn des Iran-Konflikts in die Höhe – Hessen fordert dringende Maßnahmen

Seit dem Ausbruch der Spannungen im Iran Ende Februar sind die Spritpreise explodiert und belasten Pendler, Familien und Unternehmen schwer. Kaweh Mansoori, Hessens Verkehrsminister, hat nun dringende Schritte gefordert, um die überhöhten Kosten einzudämmen und Autofahrer vor überteuerten Preisen an den Tankstellen zu schützen.

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Der Konflikt im Iran hatte einen steilen Anstieg der Ölpreise ausgelöst und den Preis pro Barrel auf über 100 US-Dollar getrieben. Am 18. März 2026 erreichte der Rohölpreis mit 135,06 Dollar einen Höchststand – ausgelöst durch die Sperrung der Straße von Hormus, einer entscheidenden Route für 20 Prozent des globalen Öltransports. In Deutschland war der Dieselpreis bereits bis zum 8. April 2025 auf 159,1 Cent pro Liter geklettert, bedingt durch die höheren Rohölkosten, die Erhöhung der CO₂-Steuer und Lieferkettenstörungen.

Mansoori kritisierte scharf, dass Tankstellen die Preise stärker erhöhten, als es die Entwicklung der Rohölpreise oder der EU-Durchschnitt rechtfertigen. Er forderte strengere Kontrollen, klarere Obergrenzen für Spritpreiserhöhungen und beschleunigte Kartellverfahren, um Missbrauch zu unterbinden. Um crisisbedingte Übergewinne einzudämmen, sprach er sich zudem für die Prüfung einer vorübergehenden Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne aus.

Bei der Reform der Fahrerausbildung unterstützte Mansoori die geplanten Änderungen, betonte jedoch, dass die Verkehrssicherheit gewahrt bleiben müsse. Strittige Punkte der Reform müssten vor der Umsetzung sorgfältig geprüft werden. Gleichzeitig setzte er sich für geringere Kosten in der Fahrschulausbildung und stabile Rahmenbedingungen für Fahrlehrer und Fahrschüler ein.

Mansoori verknüpfte die Themen Spritpreise und Fahrerausbildung mit einer umfassenderen Verkehrspolitik und unterstrich die Notwendigkeit fairer, bezahlbarer und sicherer Mobilität – besonders in Krisenzeiten.

Seine Vorschläge zielen sowohl auf kurzfristige Entlastung als auch auf langfristige Stabilität im Verkehrssektor ab. Strengere Preiskontrollen, eine mögliche Übergewinnsteuer und eine reformierte Fahrerausbildung könnten die finanzielle Belastung der Autofahrer verringern. Gleichzeitig sollen die Maßnahmen künftige Auswüchse in Krisensituationen verhindern.

Quelle