Illegale Einreise: Algerier in Kempten nach Grenzstop festgenommen
Die Bundespolizei in Kempten hat einen undokumentierten algerischen Migranten festgenommen, nachdem sie in der Nähe der österreichischen Grenze ein Auto angehalten hatte. Der 38-jährige Mann, der auf der Rückbank saß, war am Vortag mit Hilfe eines Landsmanns illegal nach Deutschland eingereist. Ihm drohen nun die Abschiebung und ein zweijähriges Einreiseverbot.
Eine Streife der Bundespolizei stoppte in Füssen ein auf Frankreich zugelassenes Fahrzeug mit drei algerischen Insassen. Die Beamten stellten fest, dass der Fahrgast auf dem Rücksitz lediglich eine französische Krankenversicherungskarte und ein Handyfoto eines algerischen Passes bei sich trug. Er gab an, in Paris zu leben und zu arbeiten, verfügte jedoch weder über einen legalen Aufenthaltstitel noch war er bei den französischen Behörden gemeldet.
Der Mann wurde wegen illegaler Einreise und Aufenthalts beschuldigt und musste sich vor dem Amtsgericht Kempten verantworten. Dem Fahrer wird Beihilfe zur illegalen Einreise vorgeworfen, während der Beifahrer als Zeuge behandelt wurde.
Am Mittwoch wurde der Migrant in eine Abschiebehaftanstalt nach Hof überstellt. Da er weder in Deutschland noch in Nachbarländern ein Bleiberecht besitzt, wird er nach Algerien zurückgeführt.
Die Bundespolizeiinspektion Kempten ist für die Grenzsicherung zwischen Deutschland und Österreich zuständig und überwacht den Schienenverkehr sowie die Fahrgastsicherheit. Der festgenommene Migrant muss mit einem zweijährigen Wiedereinreiseverbot rechnen. Sein Fall wird nach den üblichen Verfahren bei illegalen Grenzübertritten gemäß den Schengen-Regeln behandelt.






