24 March 2026, 04:13

Kaufbeuren kämpft mit akuter Wohnungsnot – 800 Wohnungen fehlen bis 2030

Eine Liniengrafik, die das Verhältnis von Wohnpreisen zum Pro-Kopf-Einkommen in verschiedenen Metropolregionen zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Kaufbeuren kämpft mit akuter Wohnungsnot – 800 Wohnungen fehlen bis 2030

Eine neue Studie offenbart eine sich verschärfende Wohnungsnot in Kaufbeuren. Wie das Pestel-Institut berichtet, fehlen aktuell 800 Wohnungen, da der Neubau mit der Nachfrage nicht Schritt hält. Die Stadtverwaltung wehrt sich indes gegen Kritik an ihren Bauaktivitäten.

Seit 2020 sind in Kaufbeuren lediglich rund 450 neue Wohnungen fertiggestellt worden – deutlich unter dem jährlichen Soll. Die Zahlen zeigen: 80 Einheiten im Jahr 2020, 95 im Jahr 2021, 110 im Jahr 2022, 105 im Jahr 2023 und nur 90 bis Anfang 2026 erwartet. Experten schätzen, dass die Stadt jährlich 120 bis 150 neue Wohnungen braucht, um den Bedarf bis 2030 zu decken.

Matthias Günther, Chefvolkswirt des Pestel-Instituts, bezeichnete die Fortschritte als "schneckenlangsam". Sein Bericht verweist zudem auf 420 Wohnungen, die seit über einem Jahr leer stehen. Die Stadtverwaltung widerspricht jedoch der Darstellung, der Neubau sei ins Stocken geraten.

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Um das Defizit auszugleichen, müssten jährlich etwa 180 neue Wohnungen entstehen. Doch die aktuellen Fertigstellungsraten liegen deutlich unter diesem Wert – was Sorgen um die künftige Wohnraumversorgung schürt.

Die Studie unterstreicht die wachsende Kluft zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Kaufbeurer Wohnungsmarkt. Bis 2030 werden 800 zusätzliche Wohnungen benötigt, doch die Stadt steht unter Druck, den Bau zu beschleunigen. Behörden und Analysten diskutieren weiterhin über den besten Weg nach vorn.

Quelle