Kaufbeuren verliert Stürmer Joe Cassetti für zehn Wochen nach schwerer Verletzung
Ben NetteKaufbeuren verliert Stürmer Joe Cassetti für zehn Wochen nach schwerer Verletzung
ESV Kaufbeuren-Stürmer Joe Cassetti fällt nach einer Unterkörperverletzung Mitte Oktober etwa zehn Wochen aus. Der Rückschlag trifft die Mannschaft in einer schwierigen Phase: Mit sieben Niederlagen in Folge liegt das Team am Tabellenende der DEL2. Seine Rückkehr wird erst für Ende Februar erwartet – nach einer Operation und einer langen Rehabilitationsphase.
Die Verletzung ereignete sich während eines Auswärtsspiels in Rosenheim, als Cassetti nach einer Kollision mit einem Teamkollegen das Eis verlassen musste. Spätere medizinische Untersuchungen bestätigten die Notwendigkeit eines operativen Eingriffs, der ihn bis in die Schlussphase der Hauptrunde außer Gefecht setzt. Die Saison 2024/25 verlief für den 29-Jährigen ohnehin enttäuschend: Vor diesem erneuten Rückschlag hatte er noch kein einziges DEL2-Spiel bestritten. Sein letzter Wettkampfeinsatz datiert vom 14. März 2026, nachdem er sich bereits von früheren Verletzungen erholt hatte.
Sein Fehlen macht sich im Team bereits schmerzlich bemerkbar. Ohne Cassetti belegt Kaufbeuren den vorletzten Tabellenplatz und hat die Niederlagenserie auf sieben Spiele ausgedehnt. Zudem verschärft seine Verletzung die defensiven Probleme – neben ihm fallen auch Nico Appendino und John Rogl aus. Als Reaktion holte der Klub Stürmer D'Artagnan Joly aus der zweiten Mannschaft, um die Lücke im Kader zu schließen.
Am kommenden Freitag trifft Kaufbeuren erneut auf Rosenheim – denselben Gegner, gegen den Cassetti zuletzt aktiv ins Spielgeschehen eingreifen konnte. Die Partie wird für eine Mannschaft zur Bewährungsprobe, die noch nach Stabilität und möglichen defensiven Verstärkungen sucht.
Cassettis lange Abwesenheit hinterlässt Kaufbeuren mit dünner Personaldecke in der Offensive und einer durch Verletzungen geschwächten Verteidigung. Seine Rückkehr Ende Februar könnte zu spät kommen, um die aktuelle Saison noch zu retten. Bis dahin muss sich das Team auf Nachrücker und mögliche Neuzugänge verlassen, um den Abwärtstrend zu stoppen.






