24 March 2026, 10:14

Lamin Leroy Gibba revolutioniert mit Black Fruits die deutsche Serienlandschaft

Ein junger Mann in einer schwarzen Jacke posiert selbstbewusst vor einem dunklen Hintergrund mit entschlossener Miene.

Keine Rollen für Schwarze? Dann 'Auf Wiedersehen, Deutschland!' - Lamin Leroy Gibba revolutioniert mit Black Fruits die deutsche Serienlandschaft

Lamin Leroy Gibba hat die ARD-Serie Black Fruits erschaffen, geschrieben und spielt darin die Hauptrolle – ein Projekt, das ihm besonders am Herzen liegt. Die Serie begleitet Lalo, einen schwarzen, schwulen Mann aus Hamburg, der sich im Alltag mit Rassismus, Sexismus und Homophobie konfrontiert sieht. Nun ist die Produktion für den Grimme-Preis nominiert, während Gibba selbst für seine Arbeit mit dem Bayerischen Fernsehpreis (Blauer Panther) ausgezeichnet wird.

Gibbas Weg begann mit persönlichen Herausforderungen. Schon mit elf Jahren wurde er in Deutschland wegen seiner Hautfarbe von einer Theaterproduktion ausgeschlossen. Diese frühe Erfahrung mit Diskriminierung prägte seinen Entschluss, Geschichten zu erzählen, die marginalisierten Stimmen Gehör verschaffen.

Nach seinem Studium in Schauspiel, Regie und Drehbuch an der New School der New York University verbrachte Gibba fünf Jahre in den USA. Dort traf er auf Branchengrößen wie Julianne Moore und Emma Stone. Doch die Chancen für schwarze Schauspieler in Deutschland blieben begrenzt, weshalb er mit der Idee zu Black Fruits nach Berlin zurückkehrte – eine Serie, die Klischees infrage stellt und queere, schwarze Perspektiven in den Mittelpunkt rückt.

Der Protagonist der Serie, Lalo, ist ein Schulabbrecher, der auf vielfältige Weise Vorurteilen begegnet. Gibba verkörpert nicht nur die Rolle, sondern kämpfte auch dafür, die Geschichte auf den Bildschirm zu bringen. Sein Durchhaltevermögen hat sich ausgezahlt: Black Fruits erhält kritische Anerkennung, und Gibbas früherer Kurzfilm wurde bereits prämiert, während Forbes ihn in die Liste "30 unter 30" aufnahm.

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Für Gibba ist die Serie mehr als Unterhaltung. Sie ist eine Plattform, um Stimmen zu verstärken, die in den deutschen Medien oft übergangen werden. Durch Lalos Kämpfe und Widerstandskraft will er Sichtbarkeit für die schwarze, queere Community schaffen.

Black Fruits hat bereits Spuren hinterlassen: Die Grimme-Preis-Nominierung und der Bayerische Fernsehpreis für Gibba unterstreichen den Erfolg der Serie. Sie steht nicht nur für ein künstlerisches Meisterwerk, sondern auch für einen Schritt hin zu mehr Repräsentation. Mit ihrem Erfolg erreicht Gibbas Vision – Geschichten, die Deutschlands vielfältige Realitäten widerspiegeln – ein breiteres Publikum.

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