München revolutioniert Paketlogistik mit der "Munich Box" für weniger Verkehr und mehr Nachhaltigkeit
Birgitta SchulzMünchen revolutioniert Paketlogistik mit der "Munich Box" für weniger Verkehr und mehr Nachhaltigkeit
München startet neues Lieferkonzept, um Stadtverkehr zu entlasten und Nachhaltigkeit zu fördern
Mit der "Munich Box" führt München ein innovatives Paketlogistik-System ein, das den innerstädtischen Lieferverkehr reduzieren und die Umweltbilanz verbessern soll. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der Stadtverwaltung, myflexbox und DeinFach und bietet Bürgerinnen und Bürgern eine intelligente Lösung für den Paketempfang. Neun Stationen sind bereits in Wohngebieten in Betrieb, weitere sollen Anfang 2026 folgen.
Das System ermöglicht es Kundinnen und Kunden, Pakete verschiedener Anbieter über eine einheitliche, markenneutrale Plattform zu versenden und entgegenzunehmen. Je nach Größe der Sendungen können bis zu 200 Pakete pro Station gelagert werden. Die Schließfächer sind rund um die Uhr mit einem Abholcode zugänglich – das macht Lieferungen und Retouren deutlich praktischer.
Erster Partner des Vorhabens ist die Münchner Wohnen, das kommunale Wohnungsunternehmen der Stadt. Neun funktionstüchtige Stationen wurden bereits in verschiedenen Stadtteilen installiert. Ab Anfang 2026 startet zudem ein zweijähriges Pilotprojekt, bei dem zehn weitere Standorte im öffentlichen Raum des Viertels Haidhausen eingerichtet werden.
München, bekannt als "Paket-Hauptstadt Deutschlands", verzeichnet jährlich durchschnittlich 93 Lieferungen pro Haushalt. Mit dem offenen und standardisierten System will die Stadt unnötige Fahrten verringern, städtischen Raum freimachen und die Verkehrssicherheit erhöhen. Mindestens drei Logistikpartner werden das Netzwerk unterstützen, um eine breite Nutzung für Unternehmen und Kurierdienste zu gewährleisten.
Die "Munich Box" soll den Verkehr entlasten, Platz sparen und den Alltag für Anwohnerinnen, Anwohner sowie Kurierfahrende erleichtern. Mit der geplanten Erweiterung des Pilotprojekts 2026 erhofft sich die Stadt, dass das System eine Schlüsselrolle für effizientere Lieferketten spielt. Die Initiative unterstreicht Münchens Bestreben, die urbane Logistik grüner und nachhaltiger zu gestalten.






