19 March 2026, 12:15

Münchner Gericht verurteilt Geldkuriere einer internationalen Betrügerbande zu Haftstrafen

Schwarz-weißes Poster mit Warnung vor Betrug und dem Text "Carlsbad Spruud Salt" sowie einem dazugehörigen Logo.

Münchner Gericht verurteilt Geldkuriere einer internationalen Betrügerbande zu Haftstrafen

Ein Münchner Gericht hat zwei Mitglieder einer internationalen Betrügerbande zu Haftstrafen verurteilt, die Opfer im Jahr 2025 um fast 100.000 Euro prellten. Die Masche umfasste gefälschte Online-Investitionen und sogenannte Love-Scams, bei denen Kriminelle über Dating-Plattformen Vertrauen aufbauten, um ihre Opfer anschließend zur Herausgabe von Geld zu bewegen. Das Duo fungierte als Geldkuriere in einem größeren Netzwerk, das erhebliche finanzielle Schäden verursachte.

Die Betrüger nutzten eine Methode namens Cybertrading, bei der Opfer auf gefälschte Handelsplattformen gelockt wurden. Der erste Kontakt erfolgte häufig über Dating-Apps oder soziale Medien, wo zunächst Vertrauen aufgebaut wurde, bevor finanzielle Forderungen gestellt wurden. Sobald die Opfer in die Falle getappt waren, wurden sie per WhatsApp auf manipulierte Websites geleitet, die falsche Gewinne anzeigten – und sie so zu weiteren Investitionen verleiteten.

Annis B. (47) und Zong C. (33) wurden im August 2025 wegen ihrer Rolle als Kuriere in dem System festgenommen. Zwei Männer aus Malaysia, die ebenfalls zur Bande gehörten, steuerten den Betrug, durch den 2025 insgesamt 93.400 Euro von mehreren Geschädigten erbeutet wurden. Das Münchner Gericht verurteilte Zong C. zu zwei Jahren Haft auf Bewährung, während Annis B. eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und acht Monaten erhielt.

Der Fall steht exemplarisch für eine zunehmende Welle von Anlagebetrug in Deutschland. Allein in München beliefen sich die Verluste durch ähnliche Maschen im Jahr 2025 auf über 50 Millionen Euro. Eine separate Ermittlung in Nürnberg und Bamberg förderte mehr als 350 Betrugsverfahren zutage, die mit über 30 gefälschten Plattformen in Verbindung standen – deutsche Opfer verloren dabei über 34 Millionen Euro.

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Die Verurteilungen unterstreichen die wachsende Bedrohung durch Cybertrading-Betrug, bei dem Vertrauen und digitale Plattformen systematisch ausgenutzt werden, um Geld zu stehlen. Zwar führten die Ermittlungen in diesem Fall zu Haftstrafen für zwei Kuriere, doch die Behörden fahnden weiterhin nach den Drahtziehern hinter solchen kriminellen Netzwerken. Die finanziellen Schäden durch diese Betrugsmaschen bleiben in ganz Deutschland beträchtlich.

Quelle