20 April 2026, 08:13

Nationaler Krippentag: Wie eine uralte Tradition bis heute überlebt

Eine Krippe in einer Kirche mit einem roten Tuch auf einem zentralen Tisch, flankiert von zwei beleuchteten Weihnachtsbäumen und einer Deckenlampe im Hintergrund.

Nationaler Krippentag: Wie eine uralte Tradition bis heute überlebt

Deutschland feiert jedes Jahr am 7. Dezember den Nationalen Krippentag. Das Fest ehrt eine Tradition, die sich über Jahrhunderte erstreckt und religiöse Geschichte mit handwerklicher Kunstfertigkeit verbindet. Hinter ihrer Bewahrung stehen heute private Sammler und engagierte Krippenbauvereine.

Die Wurzeln der Weihnachtskrippe reichen bis ins frühe Christentum zurück. Die ersten schlichten Darstellungen zeigten lediglich das Jesuskind, einen Ochsen und einen Esel. Ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts entstanden in Italien zunehmend aufwendigere Szenen.

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Im frühen 17. Jahrhundert begannen Kirchen in Bayern, eigene Krippendarstellungen aufzubauen. Diese wurden mit der Zeit immer detailreicher, und im späten 18. Jahrhundert kamen weitere Figuren hinzu. Doch 1802 verbot die Säkularisation die Krippen in Kirchen, woraufhin sie in private Haushalte abwanderten.

Das späte 19. Jahrhundert brachte einen entscheidenden Wandel: Durch die Massenproduktion wurden Krippenfiguren erschwinglicher, sodass sich auch weniger begüterte Familien welche leisten konnten. Heute überlebt die Tradition vor allem dank privater Sammler und Vereine, die das Handwerk am Leben erhalten.

Der Nationale Krippentag wurde von Sven Giese, Gründer und Kurator des "Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt", ins Leben gerufen. Der 7. Dezember wurde bewusst gewählt, um die kulturelle und historische Bedeutung der Krippen vor Beginn der Weihnachtszeit zu würdigen.

Das Fest erinnert an den langen Weg der Weihnachtskrippe – von der frühen christlichen Kunst bis in die Wohnzimmer. Ohne das Engagement von Sammlern und Handwerksvereinen wären viele dieser filigranen Darstellungen längst in Vergessenheit geraten. Der 7. Dezember hält die Tradition sichtbar und verbindet so Jahr für Jahr Vergangenheit und Gegenwart.

Quelle