26 June 2026, 10:10

Neuköllner SPD setzt auf Janine Wolter trotz Social-Media-Kritik an ihrer Israel-Position

Hikel äußert Missbilligung gegenüber SPD-Bezirksstadtrat

Neuköllner SPD setzt auf Janine Wolter trotz Social-Media-Kritik an ihrer Israel-Position

Die Neuköllner SPD hat Janine Wolter als ihre Kandidatin nominiert, um Martin Hikel als Bezirksbürgermeisterin abzulösen. Hikel hatte kürzlich bekannt gegeben, aufgrund mangelnder Rückendeckung in seiner Partei nicht erneut anzutreten. Die Nominierung erfolgt vor dem Hintergrund einer Kontroverse um Wolters Aktivitäten in sozialen Medien.

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Hikel zog sich zurück, nachdem er die interne Unterstützung verloren hatte. Öffentlich kritisierte er Wolter für ihr Verhalten auf Instagram und warf ihr mangelnde Zurückhaltung und Neutralität vor. Zudem erteilte er ihr einen offiziellen Verweis wegen Beiträgen zum Nahostkonflikt.

Der Streit dreht sich um Posts aus dem Herbst 2025, in denen es um die Abfangaktion der israelischen Marine gegen die „Global Sumud-Flottille“ ging. Wolter hatte Inhalte eines politischen Influencers gelikt oder geteilt, der für einseitige Israel-Kritik bekannt ist. Die Neuköllner CDU-Fraktion brachte das Thema später in einer Debatte über ihr Online-Verhalten zur Sprache.

Wolter reagierte mit der Aussage, sie habe die Ansichten des Influencers nicht genau geprüft, und bestätigte, dessen Material künftig nicht mehr zu teilen. Trotz der Kritik wurde ihre Kandidatur auf einem Parteitag offiziell bestätigt.

Wolter bleibt damit die von der SPD favorisierte Nachfolgerin Hikels als Neuköllner Bezirksbürgermeisterin. Die Partei treibt ihre Nominierung voran, obwohl die Vorwürfe weiterhin bestehen. Die Affäre zeigt, wie stark soziale Medien die lokale Politik und das Verhalten von Politiker:innen unter Druck setzen.

Quelle