Nürnbergs Kongresssaal wird vom NS-Relikt zum lebendigen Kulturzentrum umgestaltet
Elwira SpeerNürnbergs Kongresssaal wird vom NS-Relikt zum lebendigen Kulturzentrum umgestaltet
Nürnbergs historischer Kongresssaal durchläuft einen tiefgreifenden Wandel
Was einst als unvollendetes Relikt des Nationalsozialismus stand, wird nun zu einer der größten Kulturstätten Deutschlands umgestaltet. Die Stadt bietet zudem seit Kurzem jeden Sonntag kostenlose Führungen an, bei denen Interessierte die Fortschritte live mitverfolgen können.
Der Bau des Kongresssaals begann 1935, wurde jedoch nie fertiggestellt. Die monumentale Anlage zählt bis heute zu den größten architektonischen Hinterlassenschaften dieser Epoche. Nun verwandelt die Stadt den Ort in ein lebendiges Kulturzentrum.
Seit Baubeginn im Dezember 2023 schreitet das Projekt zügig voran. Nach der Fertigstellung wird die Stätte einen Spielort für das Staatstheater Nürnberg umfassen sowie über 7.000 Quadratmeter für freie Kunst und Kultur bieten. Teile des Gebäudes werden dauerhaft als einzigartiges Kulturziel geöffnet.
Kostenlose Baustellenführungen jeden Sonntag um 11:00 Uhr Die etwa 45-minütigen Rundgänge werden von Mitarbeitenden des Kulturreferats, der Bauverwaltung und des Staatstheaters geleitet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, allerdings ist die Baustelle derzeit noch nicht barrierefrei. Startpunkt ist die Treppe der Nürnberger Symphoniker in der Bayernstraße 100.
Die Neugestaltung des Kongresssaals markiert einen bedeutenden Schritt – weg von seiner dunklen Vergangenheit, hin zu einer Zukunft als kulturelles Wahrzeichen. Mit den laufenden Bauarbeiten und den öffentlichen Führungen nimmt der Ort allmählich Gestalt an. Nach der Fertigstellung wird er eine bedeutende neue Plattform für Aufführungen, Ausstellungen und Gemeinschaftsveranstaltungen in Nürnberg bieten.






